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Der Freistaat Sachsen unterstützt mit neuer Förderrichtlinie kleinere Unternehmen im ländlichen Raum.

Am 22. Januar 2019 hat das sächsische Kabinett die Förderrichtlinie „Regionales Wachstum“ beschlossen und ebnet so den Weg, kleine Unternehmen in den kommenden zwei Jahren gezielt bei Investitionen zu unterstützen. Insgesamt stehen dafür Landesmittel in Höhe von 27 Millionen Euro bereit.

Mit der Richtlinie ermöglicht der Freistaat Sachsen die Förderung von Investitionen kleiner Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern und überwiegend regionalem Absatz. Das Programm soll dazu dienen, Standort-nachteile gegenüber den kreisfreien Städten auszugleichen und die wirtschaftliche Entwicklung in den Land-kreisen zu verbessern. Erreicht werden soll dadurch nicht nur die Stärkung einzelner Unternehmen, sondern die Sicherung der Attraktivität und der Angebotsvielfalt in den ländlichen Regionen insgesamt.

Ziel der Förderrichtlinie ist, den Unternehmen bei der Verbesserung ihrer Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu helfen und die Voraussetzung zu schaffen, z. B. neue Produkte oder Dienstleistungen anzubieten, ihre Ange-botsqualität zu verbessern, Prozesse zu optimieren oder auch ihren Umsatz auszuweiten. Gleichzeitig leistet das Programm einen Beitrag zur Digitalisierung, z. B. bei der Anschaffung moderner Maschinen und Anlagen. So werden regionale Wirtschaftskreisläufe gestärkt und Arbeitsplätze vor Ort gesichert.

Das Programm ist breit angelegt: Es berücksichtigt Handwerksbetriebe genauso wie die Kultur- und Kreativ-wirtschaft, den Einzelhandel, das produzierende Gewerbe, die Beherbergung und die Gastronomie bis hin zu vielen Dienstleistungen freier Berufe. Gefördert werden Investitionen für die Neuanschaffung von materiellen und immateriellen Wirtschaftsgütern. Dazu zählen z. B. Gebäude, Maschinen und Anlagen, Patente und Lizenzen sowie ergänzend auch Sicherheitstechnik. Ausgenommen sind u. a. der Kauf von Fahrzeugen, der Erwerb von Grundstücken und von gebrauchten Wirtschaftsgütern.

Die Unternehmen erhalten einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent ihrer Investitionskosten (im Landkreis Görlitz wegen des Fördergefälles zu Polen sind es 40 Prozent). Besonders unterstützt werden Unternehmensnachfolger: Neuinvestitionen innerhalb von zwei Jahren nach einer Übernahme/Nachfolge werden mit bis zu 50 Prozent gefördert. Insgesamt können Unternehmen bis zu 200.000 Euro erhalten.

Voraussetzung für eine Förderung ist neben einer konzeptionellen Weiterentwicklung des Unternehmens u. a. ein Mindestinvestitionsvolumen in Höhe von 20.000 Euro. Bestehende Arbeitsplätze müssen erhalten bleiben.

Anträge können nach Veröffentlichung der Richtlinie ab Anfang Februar gestellt werden. Ansprechpartner für Beratung und Antragstellung ist die Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB) https://www.sab.sachsen.de/.

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