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Rinder im Stall

01. Juli 2016

Zum 30. Juni 2016 traten einige wichtige Änderungen der Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Virusdiarrhoe-Virus in Kraft.

Die Bovine Virusdiarrhoe (BVD) ist eine hochansteckende Infektionskrankheit des Rindes mit unspezifischen Krankheitsbildern wie Aborten, Durchfall, Fruchtbarkeitsstörungen und Atemwegserkrankungen sowie teilweise auch mit sehr hohen Verlusten einhergehend. Daher wurde bereits 2011 die BVDV-Verordnung erlassen, um eine deutschlandweite, flächendeckende Bekämpfung dieser Erkrankung zu ermöglichen.

Aufgrund der konsequenten Umsetzung der Bekämpfungsmaßnahmen durch die Rinderhalter konnte die BVD erfolgreich bekämpft werden. Um die Sanierungserfolge zu sichern und den Erreger möglichst vollständig zu eliminieren, wurde nunmehr die Verordnung dem bisherigen Fortschritt in der Bekämpfung der BVD angepasst.

Folgende Änderungen sind für den Rinderhalter zu beachten:

  1. Grundlage einer erfolgreichen BVD-Bekämpfung ist eine lückenlose Untersuchung aller Tiere des Bestandes sowie die möglichst frühzeitige Erkennung von infizierten Tieren. Seit dem 30. Juni 2016 gilt für alle nach diesem Datum geborenen Tiere, dass die BVD-Untersuchung innerhalb des ersten Lebensmonats erfolgen muss.

    Rinder, die am  30. Juni 2016 den ersten Lebensmonat vollendet haben und noch nicht auf BVD untersucht worden sind, müssen bis zum 29. Oktober 2016 untersucht werden.

    Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Ohrstanzproben rechtzeitig zur Untersuchung gebracht werden, um evtl. nötige Nachuntersuchungen bei nicht auswertbaren Proben noch innerhalb des 1. Lebensmonats durchführen zu können. Die Proben können maximal 14 Tage gekühlt bei 2°C bis 8°C gelagert werden. Eine zu lange Lagerdauer oder falsche Lagertemperatur kann zu falschen Untersuchungsergebnissen führen.

  2. Gegen BVD durchgeführte Impfungen müssen unverzüglich in das Bestandsregister in  HI-Tier (HIT) eingetragen werden. Hierbei sind die geimpften Tiere, das Datum der Impfung sowie der verwendete Impfstoff anzugeben.

    Hinweis: Die Pflicht der Eintragung obliegt dem Tierhalter, der hierfür seinen Bestandstierarzt beauftragen muss, da nur dieser die Rechet zur Erfassung von Impfungen im HIT besitzt.

  3. Weiterhin gilt auch in der neuen Fassung der BVDV-Verordnung, dass nur Tiere mit einem negativen BVD-Untersuchungsergebnis in einen Bestand aufgenommen bzw. in einen anderen Bestand abgegeben werden dürfen.
  4. Weitere Änderungen betreffen die Maßnahmen bei der amtlichen Feststellung der Erkrankung, um eine Weiterverbreitung strikter zu unterbinden. 

Weitere Informationen erhalten Sie vom Sachgebiet Tierseuchenbekämpfung und Tiergesundheitsschutz des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes des Landkreises Zwickau, Chemnitzer Str. 29, 08371 Glauchau, Telefon: 0375 4402-22610 oder 22616

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