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Kultusminister Christian Piwarz übergab Fördermittelbescheid an Landrat Dr. Christoph Scheurer und Schulleiterin Katrin Eidner

16. August 2018

Am 15. August 2018 haben der Sächsische Staatsminister für Kultus Christian Piwarz und der Landrat des Landkreises Zwickau Dr. Christoph Scheurer gemeinsam den Grundstein für den Ersatzneubau der Schulsporthalle für das Gymnasium "Am Sandberg" in Trägerschaft des Landkreises Zwickau in Wilkau-Haßlau, Albert-Schweitzer-Ring 77, gelegt.

Dafür füllten sie gemeinsam eine Hülse mit Zeitdokumenten. So kamen unter anderem die tagaktuelle Freie Presse, die Landkreisnachrichten und der gültige Stundenplan für den Sportunterricht für die Nachwelt hinein, ehe sie ins Fundament eingemauert und mit Handabdruck vom Staatsminister und vom Landrat  im feuchten Beton "signiert" wurde.

 

Rund 100 Gäste verfolgten den symbolischen Akt. Doch zuvor ließen sie sich von einem sportlichen Potpourri der Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums begeistern. Auch ließen es sich der Planer und die bauausführenden Betriebe nicht nehmen, der Leiterin des Gymnasiums Katrin Eidner für den Sportunterricht neue Bälle zu übergeben.

 

Zu ihrer großen Freude und zur Freude des Schulträgers - dem Landkreis Zwickau - hatte der Sächsische Staatsminister den Landrat nicht nur bei der Grundsteinlegung unterstützt, sondern den Anlass genutzt, ihm einen weiteren Fördermittelbescheid zu übergeben. Dieser beinhaltet rund zwei Mio. EUR und kommt aus dem Programm zur Verbesserung der schulischen Infrastruktur im Freistaat Sachsen.

Damit kann die energetische Sanierung des Schulgebäudes des "Sandberggymnasiums" im zweiten Bauabschnitt fortgeführt werden.

 

Der Neubau der Zwei-Feldsporthalle mit einem Wertumfang von über drei Mio. EUR, gefördert mit 75 Prozent über das Programm "Brücken in die Zukunft" seitens des Freistaates Sachsen, ermöglicht, zukünftig den gesamten Sportunterricht des Gymnasiums unter sehr guten sächlichen Voraussetzungen vor Ort abzusichern. Gleichzeitig schafft diese Investitionsmaßnahme für die Stadt Wilkau-Haßlau die Voraussetzung, ein effektives Sportstättenkonzept umzusetzen.

 

Der Landkreis Zwickau ist als Schulträger für die ordnungsgemäße Absicherung des Schulsports des Gymnasiums "Am Sandberg“ und des Beruflichen Schulzentrums in der Stadt Wilkau-Haßlau zuständig,

Dafür standen ihm eine landkreiseigene Ein-Feld-Sporthalle auf dem Gelände des Sandberggymnasiums sowie eine landkreiseigene Vier-Feld-Sporthalle auf dem Gelände der Berufsschule zur Verfügung.

Die Kapazität der aktuell noch genutzten Ein-Feld-Sporthalle ist für die Absicherung des Schulsports des Gymnasiums nicht ausreichend. Der Schulsport am Sandberggymnasium wird durch die Nutzung der Vier-Feld-Halle des BSZ mit abgesichert.

Die Ein-Feld-Sporthalle am Sandberggymnasium - Baujahr 1978 - befindet sich in einem baulich sehr bedenklichen Zustand. Es besteht dringender Handlungsbedarf, da aufgrund des schlechten baulichen Zustands der Halle eine komplette Schließung in den nächsten Jahren sehr wahrscheinlich wäre.

 

Theoretisch wäre die Abdeckung des Schulsports am Gymnasium durch die landkreiseigene Vier-Feld-Sporthalle möglich gewesen, allerdings hätten die Gymnasiasten stets gefahren werden müssen. Weiterhin hätte der Schulsport der Oberschule der Stadt Wilkau-Haßlau und der Vereinssport nicht mehr in der Vier-Feld-Sporthalle stattfinden können. Die Stadt hätte zusätzliche Kapazitäten am gleichen Standort schaffen müssen.

 

Letztendlich wurde eine gemeinsame Lösung gefunden, die sowohl dem Landkreis als auch der Stadt Wilkau-Haßlau wirtschaftliche Effekte schaffte. Die Vier-Feld-Sporthalle wurde an die Stadt Wilkau-Haßlau Ende 2017 übergeben und der Kreistag stimmte dem Neubau einer ausreichend großen Zwei-Feld-Sporthalle zu.

 

Die geplante Sporthalle wird sich in das bestehende Gesamtensemble der Schulanlage Am Sandberg kosten- und nutzungsoptimiert integrieren. Die Bauweise wird wirtschaftlich erfolgen unter dem Leitgedanken der Inklusion und der Barrierefreiheit.    

Der freistehende ebenerdige Neubau mit einer Gesamtlänge von ca. 46,5 Metern und einer Breite von 35,5 Metern im Bereich des ehemaligen Schulparkplatzes umfasst zwei optisch voneinander absetzende Gebäudeteile, d. h. großer Hallenkörper mit Satteldach und ein vorgelagerter flacher Sozialtrakt mit Pultdach. Die Gesamtkosten belaufen sich auf drei Mio. EUR mit einer 75-prozentigen Förderung.

Bis zur vorgesehenen Inbetriebnahme der neuen Zwei-Feld-Sporthalle im kommenden Schuljahr wird der Sportunterricht wie bisher weitergeführt werden.

 

Aktuell wird bereits fleißig am Sandberggymnasium gebaut. Es läuft der erste Bauabschnitt der energetischen Sanierung. Erforderlich wurde diese Maßnahme bei dem in den 1960er Jahren errichteten Objekt mit seiner zerklüfteten Gebäudestruktur aufgrund seiner schlechten Wärmebilanz.

 

Zahlreiche energetische Verbesserungen im Bereich der Heizung, Sanitärinstallation, Lüftung, Beleuchtung und der Gebäudehülle stehen auf der Agenda. Dabei ist ein wesentlicher Bestandteil der Sanierung der Fenstertausch im Altbau des Gebäudes. Hier wurde sich für ein ganzheitliches System entschieden, welches imstande ist, mittels programmierbarer Nachtauskühlung die Schadstoffe in der Raumluft zu reduzieren sowie Sonnenschutz und natürliche Lüftung zu garantieren und für ein gesundes Raumklima zu sorgen. Zur Verbesserung der Energiebilanz wurde auch das Dach entsprechend der Forderungen der Energieeinsparverordnung neu gedämmt und gedeckt. Eine neue Heizung und die dezentrale Wasserversorgung des gesamten Objektes rundeten die Maßnahme ab.

 

Mit dem Fördermittelbescheid, den der Kultusminister Christian Piwarz anlässlich der Grundsteinlegung im Gepäck hatte, kann jetzt auch der Neubau energetisch saniert werden. Hier stehen Fassadendämmung und Austausch der Fenster an, angesetzt mit den gleichen Maßstäben wie schon beim ersten Bauabschnitt.

 

Im Jahr 2020 kann voraussichtlich eine komplett energetisch sanierte Schule mit TipTronic-Fenstern mit Verschattung, einem gedämmten Dach, einer gedämmten Fassade und weiterer energetisch wirksamer Details übergeben werden.

 

Bis dahin werden über zehn Mio. EUR in den Bildungsstandort in Verantwortung des Landkreises Zwickau geflossen sein.

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