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Jobcenter Zwickau gewinnt Wettbewerb

18. Juni 2018

Das Jobcenter Zwickau gewinnt mit dem Joint venture "MofA – Module für Asylberechtigte" den ersten Preis des von der Bundesagentur für Arbeit (BA) ausgelobten Wettbewerbs "Erfolge feiern 2017".

Die Behörde prämierte umgesetzte Projekte in den Kategorien Beste Zielerreichung, Herausragende Leistungen, Kontinuierliche Verbesserung und Innovation, Personalvertreterpreis und Beste Nachwuchskräfte – die Zwickauer gewannen den Preis für die Kontinuierliche Verbesserung und Innovation.

Bereits im März wurde das Joint venture MofA mit dem Innovationspreis der Regionaldirektion Sachsen ausgezeichnet.

"Was uns in der Arbeit mit geflüchteten Menschen immer wieder aufgefallen ist, sind die Missverständnisse, die es zum Lebensalltag in Deutschland gibt", resümiert Zwickaus Jobcenter-Chefin Michaela Ungethüm. Um diese auszuräumen und damit das Ankommen für die Geflüchteten und die Arbeit mit ihnen für die Kollegen leichter zu machen, entwarfen Landkreis, Stadt und Jobcenter Zwickau 2017 das Projekt "MofA – Module für Asylberechtigte". Geflüchtete Menschen mit Bleibeperspektive und aufenthaltsberechtigte Drittstaatenangehörige bekommen in acht Workshops in Kooperation mit der Integrationsberatungsstelle Zwickau erklärt, wie das Leben in Deutschland funktioniert und organisiert ist. So geht es mittwochs in der Hauptstraße 56 u. a. um das deutsche Grundgesetz, die Demokratie, die Gleichheit der Geschlechter, die Zuständigkeiten deutscher Behörden, den Strom- und Energieverbrauch, um Mülltrennung, das Schulsystem, den Arbeits- und Ausbildungsmarkt, die Betreuung in Kindertagesstätten und den Umgang mit eventuell entstandenen Schulden.

"Wir möchten den Geflüchteten die Zuständigkeiten der Behörden, den Umgang mit Dokumenten und den Verbrauch von Strom und Wasser in der eigenen Wohnung alles Dinge, die sich oftmals klar von denen im Herkunftsland unterscheidet, erleichtern", erklärt Ungethüm. Die Teilnehmer sind dankbar über diese Form der Integration. Abdul K. besuchte mit seiner Frau die MofA-2 Module: "Wir hatten Probleme, die Briefe zu verstehen, die uns von Behörden geschickt wurden. Wir haben sie mitgebracht und uns beim Lesen und Umsetzen helfen lassen", erzählt der Mann aus Syrien, der beispielsweise auch nicht verstand, wieso es zum Teil sehr heftige Beschwerden zur Mülltrennung seiner Familie gab. "Bei uns zuhause gibt es keine Behälter für Plaste, Papier oder Essensreste. Durch MofA wissen wir, was in die gelbe oder die blaue Tonne gehört und trennen nun auch unseren Müll", freut sich der dreifache Familienvater.

Foto: Bundesagentur für Arbeit

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