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Wissenswertes zu den einzelnen Motiven

Der Meeraner Markt ist bis heute ein wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt der Stadt. Heimatmuseum, Bibliothek, Galerie ART IN und die Werner-Bochmann-Ausstellung sind hier zu finden. Vielfältige Geschäfte, Restaurants und Cafés laden zum Verweilen ein. Auch die „Kunst im öffentlichen Raum“ fehlt nicht: „Schotte“ und „Stele“ auf dem Wunderlich-Platz erinnern an die Meeraner Textilindustrie. 2013 erhielt der Markt einen neuen Marktbrunnen – eine Weltkugel aus Edelstahl.

Auf dem Gelände des heutigen Altmarktes der Stadt Meerane, 1174 erstmals urkundlich erwähnt, wird ein erster Markt für möglich gehalten.

Mit der planmäßigen Anlage der Stadt ab dem letzten Drittel des 12. Jahrhunderts verlagerte sich der Markt dann südlich des vermuteten Burggeländes als ein langgestreckter Straßenmarkt - heutiger Neumarkt -, der den gesamten Raum zwischen jetziger Marienstraße und August-Bebel-Straße sowie zwischen Altem Rathaus und Kirche einnahm. Bereits 1503 sind Markttage nachweisbar. Verkleinert wurde der Markt dann durch den Bau der sogenannten Mittleren Reihe 1722, die Häuserreihe teilte den großen Platz.

Das Rathaus, welches das Heimatmuseum beherbergt, wurde nach dem Stadtbrand von 1724 in seiner bis heute unveränderten Form errichtet. Gegenüber bildeten später das Hotel „Zur Sonne“ und das Kaufhaus Frank den unteren Abschluss des Marktes. Diese repräsentativen Stadthäuser mussten 1979 dem Neubau eines Kaufhauses weichen, 2009 wurde dieses Gebäude dann komplett umgestaltet als Kunsthaus wieder eröffnet. Mit dem Bau der neuen Bibliothek, übergeben im Jahr 2007, auf der anderen Seite der August-Bebel-Straße bildet das Kunsthaus ein sehenswertes städtebauliches Ensemble. Der Marktplatz erhielt ebenfalls 2007 eine Erweiterung in Form des neu entstandenen Wilhelm-Wunderlich-Platzes.

Das Rathaus in Gersdorf befindet sich gemeinsam mit Schule, Hessenmühle und Marienkirche im Zentrum der Gemeinde. Gebaut wurde das Rathaus im Jahr 1894.

Das Schulgebäude stammt aus dem Jahr 1879 und erfuhr 1900 eine Erweiterung. Nach der abgeschlossenen Fassadensanierung 2014 erstrahlt es in neuem Glanz. Das Gebäude beherbergt die Grundschule und die Evangelische Oberschule. Außer der Schule finden mit dem 2013 abgeschlossenen Neubau der Kindertagesstätte „Sonnenkinder“ auch die Jüngsten hier ein Zuhause.

Ein Wahrzeichen und Baudenkmal von Gersdorf ist die Marienkirche, die, 1865 erbaut, mit einer wertvollen Jehmlich-Orgel ausgestattet ist. Der Kirchturm musste aufgrund von schwerwiegenden Baumängeln von 1997 bis 2001 instand gesetzt werden, die Sanierung des Kirchenschiffes und des Innenraumes folgten und wurden 2011 mit der Weihe eines neuen Geläuts abgeschlossen.

In der "Hessenmühle", einem ehemaligen Vierseitenhof, entstand ein kulturelles Zentrum mit Räumlichkeiten für verschiedene Vereine und das "Tetzner-Museum". Das Museum ist dem Gersdorfer Maler und Grafiker Heinz Tetzner (1920 bis 2007) gewidmet und ist das einzige dieser Art in Sachsen.

Ende der 1960er Jahre wurde der Volkspark angelegt und in späteren Jahren um eine Freilichtbühne erweitert, welche heute allerdings nicht mehr existiert. An gleicher Stelle wurde ein Spielplatz geschaffen. Im Park finden viele Veranstaltungen statt, beispielsweise Kirmes, Bauernmarkt und Hexenfeuer.

Gersdorf wurde, was allerdings nicht urkundlich bestätigt werden kann, um das Jahr 1169 als typisches Waldhufendorf gegründet. Dieses Datum wurde zur Austragung einer 800-Jahr-Feier 1969 gewählt. Heute ist Gersdorf eine Wohngemeinde mit sehr guter Infrastruktur sowie verschiedenen Handwerks-, Handels- und Dienstleistungsbetrieben.

Eine architektonisch außergewöhnliche Anlage liegt südwestlich des historischen Stadtkerns von Glauchau: die Schlösser Forder- und Hinterglauchau, die nur durch einen Wallgraben getrennt sind.

Hinterglauchau ist aus einer Burganlage um 1170/80 hervorgegangen. Forderglauchau gilt als eine der frühesten Profanbauten der Renaissance in Mitteldeutschland. Das Schloss war Sitz der muldenländischen Schönburger. Die Schlossanlage ist heute das kulturelle Zentrum der Stadt. Sie beherbergt Einrichtungen, wie das Museum und die Kunstsammlung, die Stadt- und Kreisbibliothek "Georgius Agricola", die Galerie "art gluchowe", eine Unterrichtsstätte der Kreismusikschule des Landkreises Zwickau "Clara Wieck", aber auch die Kräuterhexenstube mit Kräutergarten sowie die Räume des Weißen Gewölbes und des Konzertsaales, die für Veranstaltungen genutzt werden können. Lesungen, Vorträge, Konzerte, Workshops, Ausstellungen, Märkte und Feste laden übers Jahr in den sehenswerten Schlösserkomplex ein.

Der Gründelpark unterhalb des Schlosses Hinterglauchau mit einem Areal von ca. 67.500 Quadratmetern ist die größte innerstädtische Parkanlage. Sie entstand um 1864. Im landschaftlichen Stil gestaltet, bildet sie mit Schlosspark und Hirschgrund einen malerischen Rahmen für die beiden Glauchauer Schlösser. Der relativ alte Baumbestand macht den besonderen Charme des Parks aus. Kernstück des Parks und Anziehungspunkt ist jedoch der Gründelteich mit der durch eine Brücke erschlossenen Insel. Darauf thront die als Kaskade 1884 erbaute Hedrich-Säule, 2008 saniert, auf der die vergoldete Figur der Siegesgöttin Victoria weithin erstrahlt. Bei schönem Wetter lädt ein Bootsverleih zum Gondeln oder Rudern ein.

Im Hartensteiner Ortsteil Stein ist südöstlich von Zwickau an der Zwickauer Mulde die Burg Stein zu finden.

Mit dem Bau der Burg wurde wahrscheinlich um das Jahr 1200 auf einem Fels aus Hornblende begonnen. Dieser älteste Teil bildet heute die Oberburg, bestehend aus rundem Bergfried, Palas und Wehrmauern. Die Architektur trägt noch romanische Züge. Die übrigen Bauteile sind jünger. Der spitze Rundturm im Südwesten entstand möglicherweise im 14. Jahrhundert, die anderen Teile der Niederburg am Ende des 15. Jahrhunderts. Der Bergfried der Oberburg wurde im 16. Jahrhundert durch einen Aufbau ergänzt. Früher befand sich an der Burg eine Furt, später verschiedene hölzerne und steinerne Brücken.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands erwarb Alfred Prinz von Schönburg-Hartenstein den ehemals schönburgischen Besitz im Jahre 1996 mit den umliegenden Wäldern von der Stadt Hartenstein zurück und ließ die Burg aufwändig sanieren.

Burg Stein ist teilweise öffentlich zugänglich und beherbergt ein Museum, das über die Geschichte der Burg im feudalen Staatswesen und die Regionalgeschichte der Hartensteiner Umgebung informiert. In den Ausstellungsräumen werden kulturgeschichtlich wertvolle Exponate aus Mittelalter und Neuzeit gezeigt.

In unmittelbarer Nähe der Burg befindet sich Schloss Wolfsbrunn, entstanden ab 1912 als Villa eines wohlhabenden Bergbauunternehmers. Heute wird es als "Gästehaus Wolfsbrunn" betrieben. Die Architektur lässt sich in die zeitgenössischen Strömungen von Reformarchitektur und Jugendstil einordnen und zeigt Anklänge an das süddeutsche Barock. Die Innenausstattung, teilweise noch im Originalzustand vorhanden, erfolgte durch bekannte Münchner Künstler.

Die Evangelisch-Lutherische St. Michaeliskirche in Hirschfeld ist ein denkmalgeschütztes, ortsbildprägendes Bauwerk und bildet das geistlich-kulturelle Zentrum der Gemeinde.

Sie wurde um 1225 erbaut. Heute werden hier wöchentliche Gottesdienste, aber auch Hochzeiten, Konfirmationen, Taufen, Erntedankfeste u. v. m. durchgeführt. Besonderer Anziehungspunkt ist die Ausrichtung des jährlichen "Festivals Mitte Europa" mit überregionaler Wirkung und berühmten Künstlern. Zudem vereint das Bauwerk Orts- und Regionalgeschichte vieler Generationen, stellt geistige Identifikation wie auch Heimatempfindung für die Menschen der Region dar.

Auf Grund von Feuchteschäden am historischen Bauwerk war eine denkmalgerechte Fassadensanierung erforderlich. Mit dieser konnte die Lebensdauer des Gebäudes verlängert und die Schönheit des Bauwerks erhalten bleiben. Die Kirche als funktionierende Mitte der Gemeinde schafft weiterhin Halt und Verbundenheit.

Die Pfarrscheune als Teil des Ensembles des Pfarrhofes in der Nähe der Michaeliskirche ist ebenfalls denkmalgeschützt und ortsprägend. Sie ist Begegnungsort für die kirchliche Gemeindearbeit. Um dieses geschichtsträchtige Hofensemble zu erhalten, war es erforderlich, eine denkmalgerechte Instandsetzung der Fassade vorzunehmen sowie Schäden am Holztragewerk, an den Natursteinen und Leckstellen im Schieferdach zu beseitigen.

Durch o. g. Sanierungsarbeiten wurde die Lebensdauer des Gebäudes verlängert und die Schönheit des Bauwerkes wiederhergestellt. Das gesamte Ensemble prägt die Authenzität und Atmosphäre des Ortes.

Das am Fuße des Westerzgebirges liegende und an das Vogtland angrenzende, mehrere Jahrhunderte alte Hirschfeld liegt in einer wald- und bachreichen Landschaft.

Zentraler Platz im Stadtzentrum von Hohenstein-Ernstthal ist der Altmarkt, der durchaus als städtebauliche Besonderheit betrachtet werden kann.

Es handelt sich hierbei um eine ca. ein Hektar große, teilweise begrünte Freifläche. Das nahezu quadratische Areal wird von stattlichen Bürgerhäusern umrahmt, die in den letzten Jahren fast alle saniert wurden. In der Mitte befindet sich das im klassizistischen Stil errichtete und 2002/2003 umfassend rekonstruierte Rathaus. Die im historischen Ambiente im Rahmen der Stadtsanierung neu gestalteten Freianlagen umfassen neben Parkplätzen beiderseits des Rathauses zwei Brunnen. Auf der Ostseite entstand nach Entwürfen des Leukersdorfer Künstlers Volker Beier ein Wasserspiel, das dem Erzbergbau als Grundlage für die Entstehung von Hohenstein gewidmet ist.

Westlich vom Rathaus wurde die in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts abgerissene Brunnenanlage mit der historischen Figur der "Kalten Hedwig" wieder errichtet. Hinter dem Rathaus hat sich die viel diskutierte Skulptur "Territorios", ein Geschenk der Partnerstadt Burghausen, zu einem beliebten Fotomotiv entwickelt. Wegen der starken Geländeneigung wird der Altmarkt durch ein System aus diagonalen Wegen, Treppen und den sogenannten "Heisten" erschlossen. Von dem Aussichtsrondell auf der Nordseite bietet sich ein imposanter Ausblick über die Stadt hin bis zum Erzgebirgskamm. Im sanierten Gebäude Altmarkt 14 befinden sich die "Kleine Galerie" und ein direkter Zugang zum Stadtgarten, einer parkartigen Grünanlage, die auch für Konzerte und Freiluftausstellungen genutzt wird.

Hohenstein-Ernstthal ist bekannt als Geburtsort des Abenteuerschriftstellers Karl May und durch die Traditionsrennstrecke "Sachsenring".

Im Ortsteil Oberalbertsdorf der Gemeinde Langenbernsdorf hat neben der Kirche St. Nikolai das ehemalige Pfarrgut, das um 1763 erbaut wurde, seinen Standort.

Der baufällige Gebäudekomplex wurde Anfang der 1990er Jahre vom Brunnen e. V. gepachtet. In den Jahren zwischen 1995 und 1999 erfolgte eine schrittweise Sanierung und ein teilweiser Umbau der Gebäude.

Teil des Ensembles ist das denkmalgerecht sanierte sogenannte Pächterhaus, mit den massiven Blockbohlen eine Rarität und eines der ältesten Häuser der Region. Dieses wurde wahrscheinlich im 16. Jahrhundert erbaut. Im Rahmen der Sanierung musste das Pächterhaus fast vollständig von Lehm und faulen Balken befreit werden. Das Umgebinde war in früheren Zeiten ausgemauert worden und wurde durch Fachfirmen wieder aufgebaut. Insgesamt erfolgte die Sanierung des Hauses nach althergebrachter Bauart mit Lehm und Holz.

Die Scheune, ein schönes Fachwerkhaus, die das Werkstattgebäude beherbergt, soll nach weiteren Umbauarbeiten als Empfangsbereich für die Brunnen-Gäste dienen. Im Gebäudeensemble betreibt der Verein ein Gäste- und Seminarhaus. Die christliche Lebensgemeinschaft mit zehn Erwachsenen und acht Kindern ist für die Umsetzung der Vereinsaufgaben verantwortlich. Seit 21 Jahren wird diese Gemeinschaft jedes Jahr durch sechs junge Leute im Freiwilligen Sozialen Jahr und Bundesfreiwilligendienst ergänzt.

Der rekonstruierte Pfarrhof wird als Begegnungsstätte für Seminare mit unterschiedlichen Ziel- und Altersgruppen sowie Bildungsveranstaltungen genutzt.

Ein aktiver Verein und engagierte Freunde aus Sachsen und ganz Deutschland arbeiten ganz praktisch mit beim Bauen, in der Hauswirtschaft und den angebotenen Seminaren.

Das Sahnbad in Crimmitschau war 1869 als "Männerbadeanstalt" angelegt worden und hat sich heute zum Insider-Tipp für alle Badelustigen entwickelt.

Mit einer Schwimmfläche von 50 x 100 Meter stellt es das größte Waldbad der Region dar. Neben der riesigen Wasserfläche für Schwimmer gibt es auch ausreichende Möglichkeiten für Nichtschwimmer. Das Kinderbecken verfügt über ein Sonnensegel und eine Vielzahl von Wasserspielzeugen. Die beiden Beachvolleyball-Plätze werden rege genutzt. Große Wiesenflächen und viele Bänke laden zum Entspannen ein.

Mit 40 Hektar ist der Sahnpark die größte Grünanlage der Stadt Crimmitschau. Teils Wald, teils Park verfügt sie über 6,5 Kilometer angelegte Wege zum Spazieren, Joggen und Walken. Zum Naherholungsgebiet gehören ein Abenteuerspielplatz, ein Wildgehege, zwei Ententeiche und die Traditionsgaststätte "Forsthaus". Außerdem sind im Gelände verschiedene Sportanlagen zu finden, wie das als Eishockey-Hochburg bekannte Kunsteisstadion.

Das Tiergehege im Park wurde 1966 errichtet, 1998 die Vogelvoliere erneuert, in der man u. a.  Mönchsittiche, Wellensittiche und Fasane beobachten kann. Auch Esel, Damwild, Ziegen, Schafe, Kaninchen, Meerschweinchen, Pfauen, Enten und Gänse fühlen sich im Gelände wohl. Vor allem für Familien mit Kindern stellt es ein beliebtes Ausflugsziel dar.

Seit 2006 betreut der Crimmitschauer Verein zur Förderung von Ausbildung und Beschäftigung e. V. (FAB) das Tiergehege. Seitdem entstanden ein Naturlehrpfad zur einheimischen Tier- und Pflanzenwelt, eine Nisthilfewand und ein Erlebnispfad. Für Schul- und Kindergartenkinder steht ein grünes Klassenzimmer zur Verfügung. Bewundern kann man zudem ein Insektenhotel, eine Gänsevilla und eine Hasenburg.

Der Ortsteil Wolkenburg der Stadt Limbach-Oberfrohna ist reich an historischen Sehenswürdigkeiten. Markantes Wahrzeichen bildet das auf einem Bergvorsprung emporragende Schloss, umgeben von einer vier Hektar großen Parkanlage.

Das Schloss wurde Ende des 12. Jahrhunderts als Burg errichtet. Diese mittelalterliche Burg wurde im 17. Jahrhundert durch die Familie der Grafen von Einsiedel zum Schloss umgebaut. Dennoch blieben der ovale Grundriss des Gebäudekomplexes und einige Details der Burg, wie Gewölbe und Reste romanischer Fenster, bis heute sichtbar. Der klassizistisch überformte Festsaal aus dem 18. Jahrhundert und die im neogotischen Stil errichtete Bibliothek gehören zu den besonderen Sehenswürdigkeiten des Schlosses. Der Maler Fritz von Uhde wurde 1848 auf Schloss Wolkenburg geboren. Deshalb wird in einem speziellen Kabinett an sein Wirken erinnert. Im Schloss und im Park sind Eisenkunstgussplastiken aus der Gießerei Lauchhammer zu sehen, die um 1800 gegossen wurden und zur damaligen Zeit eine technische Meisterleistung waren.

In unmittelbarer Nähe von Schloss und Park befindet sich die von 1794 bis 1804 im altgriechischen Tempelstil erbaute Kirche St. Mauritius. Sie gilt als schönste klassizistische Dorfkirche Sachsens.

Die erste urkundliche Erwähnung von Wolkenburg geht auf das Jahr 1241 zurück. Seit 2000 ist Wolkenburg ein Ortsteil der Stadt Limbach-Oberfrohna.

Das Besucherbergwerk "St. Anna Fundgrube", das Bauernmuseum und der sagenumwobene Hauboldfelsen sind weitere sehenswerte Ausflugsziele.

Durch Wolkenburg führt auch der Fernradweg "Mulderadweg", der mit einer Länge von 55 Kilometern den Landkreis Zwickau durchquert. Der ca. 14 Kilometer lange "Wolkenburger Rundwanderweg", der ebenso in kürzeren Abschnitten begangen werden kann, ermöglicht es zusätzlich das reizvolle Tal
der Zwickauer Mulde und die Natur um Wolkenburg näher kennenzulernen.

Das ehemalige Rathaus im Mülsener Ortsteil Mülsen St. Niclas ist ein sehr markantes Gebäude. Im Jahr 1842 wurde es als Schulhaus errichtet. 1929 erfolgte der Umbau zum Rathaus.

Bis zum Jahr 2005 wurde es in dieser Funktion genutzt. Nun befinden sich im Gebäude die Räumlichkeiten des Ortsvorstehers und einer der beiden Mülsener Heimatvereine hat hier ebenfalls sein Domizil.

Zusammen mit dem Rathausvorplatz und der angrenzenden Kirche bildet das Rathaus das Zentrum des Ortes. Die liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser runden das Ensemble ab. Gleichzeitig ist der Rathausvorplatz Ausgangspunkt für verschiedene Wanderrouten in der näheren Umgebung.

Die Kirche "St. Nicolai" ist die älteste des Mülsengrundes und zählt zu den schönsten Dorfkirchen in Sachsen. Beim Betreten der Kirche wird der Blick unwillkürlich auf die bunt gemalte Kassettendecke gelenkt, die aus 32 großen Bildern besteht. Die Gemälde sind umgeben und eingefasst mit Rahmen in
einfacher, barocker Schönheit, deren farbige Felder Kreuze erkennen lassen. Ein prunkvoller Taufstein, Altar, Kanzel und Orgel sind ebenso sehenswert. Hinter der Kirche erhebt sich der Kirchberg, wo man vom Aussichtspunkt "Juchhöh" den Blick über Mülsen St. Niclas genießen kann.

In den Sommermonaten schmückt ein mit 20 geschnitzten Figuren verzierter Maibaum, der die einstigen Berufsgruppen des Ortes widerspiegelt, den Rathausvorplatz. Vor allem aber in der Weihnachtszeit bietet der Platz einen besonderen Anblick. Jährlich am 1. Advent findet hier das Pyramidenfest mit
Sternenandacht und Weihnachtsmarkt statt. Dann wird die vierstöckige Pyramide angedreht und der weithin sichtbare Weihnachtsstern am Kirchturm erleuchtet zum ersten Mal. Der traditionelle Schwibbogen ergänzt das weihnachtliche Flair.

Das Werdauer Rathaus wurde im April 1911 im Beisein des damaligen sächsischen Königs Friedrich August III. eingeweiht.

Stolz ragt es mit seinem knapp 60 Meter hohen Turm über die Gebäude der Innenstadt. Der mächtige Baukörper bestimmt markant den Markt. Die Fassade ist mit Sandsteinarbeiten aus Postaer Elbsandstein versehen. In einem der architektonisch interessantesten Gebäude Westsachsens mit einer Grundfläche
von 758 Quadratmetern finden sich mehrere Neostile harmonisch vereint. Prägend sind hierbei die italienische Renaissance, der u. a. die Treppenaufgänge und die Fenstergewände entlehnt sind und das süddeutsche Barock mit den vielen verspielten Schmuckelementen und der Turmhaube.

Einzigartig ist auch, dass neben dem Baukörper auch große Teile der Innenausstattung nahezu unversehrt erhalten geblieben sind. Die Repräsentationsräume, das Standesamt, der Stadtverordnetensaal und der Ratssaal sind in Eichenholz und reicher Holzbildhauerarbeit ausgeführt. Als Besucher fühlt man sich beim Durchschreiten der weiten Gänge, Flure und Repräsentationsräume um ein Jahrhundert zurückversetzt. Eine besonders langjährige Tradition haben die beliebten Rathauskonzerte, welche schon seit DDR-Zeiten im Stadtverordnetensaal stattfinden.

Der historische Marktplatz, mit Häusern verschiedener Stilepochen, wurde zuletzt von 1999 bis 2002 in drei Abschnitten saniert. Regelmäßig finden dort verschiedene Märkte und Feste statt. Bis 1836 befand sich am Markteingang das "Obere Tor" der einstigen Stadtmauer. Der Springbrunnen, der vor dem Rathaus steht, wurde 2002 eingeweiht. Seit 2012 verwandelt er sich im Frühjahr zu einem Osterbrunnen und wird in der Weihnachtszeit mit einem Adventskranz geschmückt.

Der Planitzer Schlosspark in Zwickau ist ein Denkmal der Gartenkunst. Er repräsentiert den Landschaftsgarten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Der 7,3 Hektar große Landschaftspark mit seinem wichtigsten Parkbauwerk, dem Teehaus, ist Teil des Schlossensembles Planitz. Anfänglich wurde die Fläche vor dem 1712 erbauten Schloss als Obst-, Gemüse-und Flachsgarten genutzt. Spätestens seit der Anlage des Lustgartens unter Hans Christoph von Arnim 1768/72 diente das Areal auch der Repräsentation, Geselligkeit und Erholung für die Schlossherrschaft. Erweitert und umgewandelt als Landschaftspark im englischen Stil wurde die Fläche ab 1870. Das erfolgte nach Planungen und Ratschlägen von Carl Eduard A. Petzolds aus Muskau, einer herausragenden Persönlichkeit der Gartenkunst.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Besitzes durch die Familie von Arnim wurde 1789 das Teehaus errichtet. Es gilt aufgrund der pagodenartigen Bauweise als seltenes Beispiel des Rokokostils in der Zwickauer Region. Das als Belvedere genutzte Gebäude stand ursprünglich am Ende einer vom Schloss ausgehenden Kastanienallee. Es ermöglichte den Blick über die freien Felder bis in die angrenzende Landschaft. Als bezauberndes Kleinod erstrahlt das Teehaus seit 2014 im neuen Glanz. Das sorgfältig sanierte Gebäude wird nun vorrangig von jungen Menschen genutzt: als Klassenzimmer im Grünen.
Die Schüler besuchen das musische Clara-Wieck-Gymnasium, das sich im aufwändig hergerichteten und umgebauten barocken Planitzer Schloss befindet.

In Schlossnähe steht die im Stil der Neogotik 1872 errichtete, ebenfalls sanierte Lukaskirche, die heute auch als multikulturelles Zentrum genutzt wird.

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