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Wissenswertes zu den einzelnen Motiven

In der Dorfmitte der Gemeinde Bernsdorf befinden sich neben der Gemeindeverwaltung die Kirche und die Grundschule.

Die Gemeinde liegt am Fuße des Erzgebirges. Angelegt wurde Bernsdorf – genau wie die heutigen Ortsteile Hermsdorf und Rüsdorf - als typisches Waldhufendorf im Rahmen der Besiedlung durch fränkische und thüringische Siedler im 12. Jahrhundert.

Die Kirche von Bernsdorf liegt auf einer Anhöhe. Ihr spitzer Turm ist 46 Meter hoch und stellt damit einen markanten Punkt dar. Der Zeitpunkt der Erbauung des Gotteshauses ist unbekannt, liegt aber wahrscheinlich im Mittelalter. Ihre heutige Gestalt erhielt sie 1857 infolge einer großen Kirchenrenovierung. Das Gebäude besitzt drei Glocken zum Läuten, die im Turm übereinander aufgehängt sind. Des Weiteren existiert eine zur Uhr gehörende Schlagglocke.

Innerhalb der Kirche gibt es einen Altar mit der Darstellung des heiligen Abendmahls – eine wertvolle Holzbildhauerarbeit – und ein lebensgroßes Kruzifix, angefertigt vom Bildschnitzer Peter Breuer. Die heute vorhandene Orgel stammt aus dem Jahr 1859 und wurde 1995 generalsaniert.

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird die ehemalige Kirchenschule in Bernsdorf als Rathaus genutzt. Das Gebäude datiert auf das Jahr 1838. In der Grundschule von Bernsdorf lernen in der jetzigen Zeit ca. 70 Kinder. Sie existiert seit 1890.

Die Entstehungszeit der ehemaligen Wasserburg liegt im 13. Jahrhundert. Sie befindet sich etwa 250 Meter über NN im jetzigen Territorium der Gemeinde Neukirchen.

Reste der mittelalterlichen Anlage sind noch heute teilweise erkennbar. Die Burg befand sich im Besitz verschiedener Eigentümer, wie zum Beispiel der Herren von Crimmitschau, die zu den führenden Familien des Pleißenlandes gehörten, der Schönburger und der Wettiner. Unter anderem diente sie im 14. Jahrhundert als Verwaltungsmittelpunkt der Grundherrschaft. Der Name Schweinsburg wurde erstmals 1486 für die Burg benutzt.

Der Umbau der im Laufe der Geschichte verfallenen Burg zu einem Barockschloss erfolgte Mitte des 18. Jahrhunderts durch die Familie von Berbisdorf und zwischen 1908 bis 1911 für den Fabrikanten Carl Wolf im Neobarockstil.

Nach Enteignung des Rittergutes, was die Bestimmung des Schlosses seit vielen Jahrhunderten war, diente es von 1945 bis 1989 als Parteischule. Unter anderem wurde in dieser Zeit der Glockenturm abgerissen und die Hauskapelle in eine Turnhalle umgebaut.

Im Jahr 1998 wurde das Schloss renoviert und in der Unterburg ein Hotel eingerichtet. Umgeben ist das Ensemble von einem romantischen Barockgarten, der zum Verweilen einlädt.

Das Schloss in Waldenburg geht in seinem Ursprung auf eine Burg zurück, die im 12. Jahrhundert während der Kolonisierung des Pleißenlandes unter König Friedrich I. Barbarossa errichtet wurde. Aus dieser Zeit ist der untere Teil des Bergfriedes, aus dunklen Buckelquadern gefügt, erhalten geblieben.

Nach zahlreichen Zerstörungen, Bränden und jeweilig folgendem Wiederaufbau erhielt die Schlossanlage ihr heutiges Aussehen zwischen 1909 und 1912. Fürst Otto Victor II. von Schönburg-Waldenburg ließ das Schloss aufwändig baukünstlerisch erneuern und erweitern. Nach diesem Umbau stellte es die modernste Fürstenresidenz vor dem Ersten Weltkrieg dar. Ausgestattet wurde sie beispielsweise mit einer Elektrifizierung, Telefon, zentraler Dampfheizung, Warmwasseranlage, Speisenaufzug und zentraler Staubsaugeranlage. Gleichfalls wurde die Residenz mit bedeutendem Kunstgut ausstaffiert, wie wertvolle Gemälde und Teppiche, historische Möbel, französische Gobelin und asiatisches Porzellan.

Von 1375 bis 1945 war das fürstliche Schloss im Besitz der Familie Schönburg-Waldenburg. Ab 1948 bis 1998 wurde es als Fachkrankenhaus für Lungenkrankheiten genutzt.

Seit 2005 laufen umfassende Baumaßnahmen durch den heutigen Eigentümer, den Landkreis Zwickau. So erstrahlt u. a. die Schlosskapelle in altem Glanz und erhielt eine neue Orgel. Dach und Fassade wurden saniert, Bereiche der Beletage restauriert und mit authentischem Mobiliar ausgestattet sowie die Außenanlagen erneuert.

Zu besichtigen sind die prunkvollen Festsäle, die Bibliothek, das Chinesische Esszimmer, Gobelin- und Spiegelzimmer sowie eine beeindruckende Halle, die Schlosskapelle und der Schlosspark mit Rosengarten. Genutzt wird das Schloss regelmäßig für Konzerte, Trauungen und andere Festivitäten. Aber auch als Filmkulisse hat es sich einen Namen gemacht.

Der Stausee Oberwald, gelegen im Ortsteil Reichenbach der Gemeinde Callenberg, wurde 1982 aus einem Tagebau der größten Nickelerzlagerstätte Mitteleuropas angelegt. Das Absperrbauwerk des Stausees ist ein Steinschüttdamm. Das gestaute Gewässer ist der Erlbach.

Seit den 1960er Jahren wurde in Callenberg Nickelerz abgebaut und in der Nickelhütte St. Egidien verarbeitet. Die Restlöcher der Tagebaue wurden saniert. Der See liegt westlich von Chemnitz, östlich von Glauchau und nördlich von Hohenstein-Ernstthal.

Der Stausee ist heute ein beliebtes Erholungsgebiet. Das familienfreundliche Bade-, Freizeit- und Urlaubsareal bietet für Jeden etwas - ob Entspannen am großen Badesee mit FKK-Bereich und Wasserrutsche, ob Aktiverholung mit Boot, Wassertreter und Minigolf, ob ausgedehnte Spaziergänge und Wanderungen durch den angrenzenden Oberwald oder Rodeln im Sommer.

Als Solo oder im Doppelpack fährt man auf der Sommerrodelbahn den 133 Meter langen Berg hinauf, um dann eine kurvenreiche Strecke auf 370 Meter wieder hinabzusausen. Jeder kann rodeln, wie er möchte – der Fahrer bestimmt mit der Bremse die Geschwindigkeit der Kurvenfahrt selbst. Spaß macht es allemal und wird zum unvergesslichen Erlebnis für die ganze Familie.

Der 4-Sterne-Campingplatz, die Ferienhäuser und die Gastronomie im Gelände sorgen für einen erholsamen Aufenthalt zu jeder Jahreszeit. Bewirtschaftet wird der Stausee von der Tourismus und Sport GmbH, die auch die Sachsenlandhalle Glauchau und das Schloss Waldenburg betreibt.

Die verkehrsgünstige Lage ermöglicht interessante Abstecher und Ausflüge in die Region, beispielsweise zum Fahrsicherheitszentrum am Sachsenring, Karl-May-Museum Hohenstein-Ernstthal oder zu den Burgen und Schlössern im Tal der Zwickauer Mulde.

Das Schlosspalais in Lichtenstein wurde Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Ursprünglich diente das Bauwerk als Amtshaus, später als Wohnsitz der Familie Schönburg-Waldenburg. Im 20. Jahrhundert bewohnten hauptsächlich Angestellte des Forstamtes und Beamte das stattliche Gebäude. Im Rahmen der 1. Sächsischen Landesgartenschau in Lichtenstein 1996 hatte es die Funktion eines Veranstaltungs- und Kulturzentrums.

In der heutigen Zeit stellt sich das Palais als ein repräsentatives Gebäude des späten Klassizismus, mit Merkmalen des italienischen Landhausstiles, dar. Nach einem vollständigen Umbau fand im Jahr 2001 das Daetz-Centrum als multifunktionale Kultur- und Begegnungsstätte hier sein Domizil. Es präsentiert
eine weltweit einzigartige Ausstellung mit Meisterwerken in Holz – mehr als 550 Exponate aus fünf Kontinenten.

An Stelle des 1995 abgerissenen westlichen Seitenflügels des Palais entstand ein moderner Neubau, der sich harmonisch in das vorhandene Architektur- und Landschaftsensemble einfügt. Ein unterirdischer Gang verbindet Neu- und Altbau. Äußerlich fand eine originalgetreue Sanierung statt. Die zum Gebäudekomplex gehörende Remise wurde komplett umgestaltet und dient nunmehr als Werkstatt.

Umgeben ist das Ensemble von herrlichen Grün- und Brunnenanlagen des Französischen Gartens. Unmittelbar angrenzend lädt auch der Englische Garten zum Spazieren und Verweilen ein.

Das Palais liegt in unmittelbarer Nähe des sich auf einem Höhenzug über der Stadt gelegenen alten Schlosses, das wahrscheinlich vor 1212 als Burganlage errichtet und dreimal zerstört wurde. 1648 baute man es als Wohnschloss im Renaissancestil wieder neu auf. Bis 1945 war die Burg bzw. das Schloss ebenfalls im Besitz der Schönburger.

Stangengrün ist ein Ortsteil der Stadt Kirchberg, der um 1200 gegründet wurde und an der Grenze zum Vogtland liegt. Die Struktur des Waldhufendorfes mit Bauernhöfen rechts und links des Bachlaufes ist sichtbar erhalten geblieben. Es gibt ansehnliche Fachwerkbauten, gut bewahrte Hofstrukturen und vereinzelt denkmalgeschützte Objekte und einen sich in die Landschaft einfügenden, kleinen Eigenheimstandort. Zu dem landschaftlichen Reichtum des idyllisch gelegenen Dörfchens trägt das Landschaftsschutzgebiet „Kirchberger Granitgebiet“ bei.

Um 1317 besaß Stangengrün schon eine Kirche. Die im 12. Jahrhundert erbaute Marienkirche gilt als eine der ältesten im Landkreis Zwickau. 1509 erhielt sie einen Flügelaltar aus der Werkstatt Peter Breuers.

In der erhalten gebliebenen und umgebauten ehemaligen Produktionsstätte der Stangengrüner Mühlenbäckerei haben ein liebevoll eingerichteter "Tante-Emma-Laden", eine Poststelle und ein Friseur ihr Domizil gefunden. Größter Arbeitgeber im Ort ist das alteingesessene Familienunternehmen Ebert
& Weichsel, heute Hersteller von Schleif- und Polierelementen. Darüber hinaus sind über 50 selbstständige Handwerker und Gewerbetreibende hier ansässig. Vier Landwirtschaftsbetriebe im Haupt- und 13 im Nebenerwerb existieren weiterhin am Ort.

In Stangengrün gibt es eine Kindertageseinrichtung für die Kleinen, ein privates Bauernmuseum, eine Traditionsgaststätte und ein Café am "Hakenhof". Auf einem ausgebauten Hof ergänzt es den bereits dort vorhandenen Blumenladen. Mehr als ein Drittel aller Einwohner engagiert sich aktiv in Vereinen und in der evangelischen Kirche.

Stangengrün kann sich neben 17 weiteren Dörfern aus ganz Deutschland über Silber in der Finalrunde des 25. Bundeswettbewerbes 2016 "Unser Dorf hat Zukunft" freuen.

Anders als in den meisten Städten in Sachsen gibt es in Limbach-Oberfrohna kein dicht gedrängtes, mittelalterliches Stadtzentrum. Der Stadtkern der Großen Kreisstadt reicht vom Rathaus – dem ehemaligen Rittergut –, dem Markt über die Moritzstraße, Hechinger Straße und den Johannisplatz bis zur Helenenstraße.

Die Geschichte des Rittergutes in Limbach-Oberfrohna, das heute die Stadtverwaltung beherbergt, reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Es wurde als großes landwirtschaftliches Gehöft, vorwiegend in Holzbauweise, errichtet. Die Ritter von Meckau waren ab 1240 die Lehnsherren auf Limbach mit Oberfrohna. Ab 1538 gehörte das Dorf und das Rittergut Limbach zum Besitz der Adelsfamilie von Schönberg, die das Herrenhaus neu im Renaissancestil und gleichzeitig die "Fronfeste" als Gefängnis 1570 errichten ließen. 1912 ging nach wechselnden Besitzverhältnissen das Rittergut in das Eigentum der Stadt über und dient seitdem als Rathaus.

In unmittelbarer Nähe befindet sich eines der ältesten Häuser der Stadt – das heutige Lay-Haus am Markt, das sich ab 1552 ebenfalls im Eigentum der Familie von Schönberg befand. Bereits 1346 wurde in einer Urkunde die Existenz einer Kirche, der heutigen Stadtkirche, belegt.

Insgesamt ist das Stadtbild von Limbach-Oberfrohna geprägt durch große Bürgerhäuser, aber auch ländlich anmutende Häuschen und viel Grün.

Limbach-Oberfrohna besitzt eine lange Textil- und Strumpfwarentradition und kann sich mit Recht als Wiege der sächsischen Strumpfwirkerei bezeichnen. Eng verbunden damit sind die Namen Johann Esche, erster Strumpfwirker sächsischer Herkunft, aber auch Heinrich Mauersberger, der Erfinder der Nähwirktechnik – MALIMO.

Im Jahr 2016 war Limbach-Oberfrohna Gastgeber für das größte Volksfest in der Region – den Tag der Sachsen.

Auf einem Felssporn liegt das Schloss Wildenfels (12. Jahrhundert). Bis zum Jahr 1602 befand sich das Gebäude im Besitz der Herren zu Wildenfels, die auch die Erbauer der Burg waren. Anschließend bis 1945 waren die Eigentümer die Grafen zu Solms-Wildenfels. Diese veranlassten im 17. und 18. Jahrhundert Umbauten, die die Silhouette des Schlosses bis in die heutige Zeit prägen.

Das 1938 unter Denkmalschutz gestellte Schlossensemble wurde im Jahr 2016 wieder auf die Stadt Wildenfels zurückübertragen. Durch die Initiative der Stadt, des 1998 gegründeten Freundeskreises Schloss Wildenfels e. V. und vor allem auch dank vieler Spender und Sponsoren konnten umfangreiche Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt werden, so dass die Besucher jetzt wieder viele der verborgenen Schätze entdecken können. Beispielsweise erstrahlt der "Blaue Salon" mit seinen einzigartigen Seidentapeten nach seiner Erneuerung in altem Glanz. Die Gäste können in diesem eine einmalige Gesamtraumgestaltung des späten 18. Jahrhunderts bewundern.

Ebenfalls restauriert wurden das Mondscheinzimmer und chinesische Kabinett – das ehemalige Schlafgemach und Ankleidezimmer der gräflichen Familie. Sehenswert sind gleichfalls der klassizistisch gestaltete Schlosssaal mit dem Hochzeitszimmer und die gräfliche Bibliothek sowie die Deckengemälde vom Hofmaler Christian Leberecht Vogel.

Im Musenhof und in der zeitgenössischen Galerie laden zahlreiche Ausstellungen zum Verweilen ein. Vergangenheit und Gegenwart werden hier einander gegenübergestellt. Park und Garten von Schloss Wildenfels wurden im 18. Jahrhundert nach dem Vorbild der englischen Landschaftsgärten gestaltet.

Bis zum Jahr 2020 wird der letzte große Gebäudekomplex Nordflügel mit angrenzendem Teil des Ost- und Westflügels, Schlossinnenhof und Parkplatz umfangreich restauriert bzw. neu angelegt.

Der Park am Schwanenteich ist die älteste gartengestalterische Anlage Zwickaus. Der Grundstein für die ursprünglich aus fünf Teichen bestehende Anlage wurde 1473 auf Initiative zweier Ratsherren und Bergwerksunternehmer, Martin Römer und Hans Federangel, gelegt.

Die Pläne für die Gestaltung des Parks mit dem Großen Teich als Mittelpunkt wurden Mitte des 19. Jahrhunderts durch den bedeutenden Landschaftsarchitekten Carl Eduard A. Petzold geschaffen. In seiner ursprünglichen Form und Nutzung ist er beispielhaft für die Gartenkunst dieser Epoche und vereint in sich alle Merkmale eines Stadtparks seiner Entstehungszeit. Die einst auf dem Teich beheimateten Schwäne prägten schließlich den heutigen Namen der Parkanlage.

Während des Zweiten Weltkrieges verwahrloste die Parkanlage am Schwanenteich. In der unmittelbaren Nachkriegszeit wurde sie sogar als Gemüsegarten genutzt. Seit Ende der 1940er Jahre bemühte sich die Stadtverwaltung um die Wiederherstellung der Anlage.

In den 1950er Jahren erhielt sie ihren heutigen Volksparkcharakter. Vielfältige Möglichkeiten für Sport und Spiel bieten die weiten Wiesenflächen, die Gondelstation und die Spielburg auf der Melzerwiese. Einen besonderen Anziehungspunkt bildet das kleine Tiergehege mit den Volieren und Ziegenhaus. Zudem nutzen zahlreiche Vereine das Areal. Das umfangreiche Wegenetz ermöglicht erholsame Spaziergänge mit interessanten Ausblicken über die weite Wasserfläche des Schwanenteichs und die abwechslungsreichen Parkräume.

Die Freilichtbühne, die sich in der Parkanlage am Schwanenteich befindet, ist Kulturdenkmal. Sie ist ähnlich einem Amphitheater als oval angelegte Arena mit stufenweise ansteigenden Sitzreihen aufgebaut. Eingeweiht wurde sie 1957. Noch heute wird sie in den Sommermonaten als Veranstaltungsort genutzt.

Bärenwalde, Ortsteil von Crinitzberg, liegt im Tal des Rödelbachs. Begrenzt wird das Tal vom Hohen Forst, Hartmannsdorfer Forst, und zum anderen vom Crinitzberg – 573 Meter NN. Nach dieser Erhebung wird die Gesamtgemeinde benannt. Erste Erwähnung findet der Ort Bärenwalde in einer Schenkungsurkunde des Bistums Naumburg. Ein Lokator namens Bero ließ das doppelreihige Waldhufendorf zu beiden Seiten des Baches entstehen. Es wird vermutet, dass sich von Bero der Name Berowalde, später Bärenwalde abgeleitet hat.

Zwischen Bärenwalde und dem Ortsteil Rothenkirchen der Gemeinde Steinberg grenzt das Erzgebirge an das Vogtland an. Im Jahr 1994 vereinigten sich die Gemeinden Bärenwalde und Obercrinitz mit seinem Ortsteil Lauterhofen zur Gemeinde Crinitzberg. In ihr leben zusammen rund 2 000 Einwohner auf einer
Fläche von 19 Quadratkilometern und in einer Höhenlage von 400 bis 610 Meter NN.

In Bärenwalde befindet sich das Gemeindeamt der Gemeinde Crinitzberg mit dem Sitz des Bürgermeisters und einer Außenstelle der Stadtverwaltung Kirchberg, mit der Crinitzberg eine Verwaltungsgemeinschaft hat.

Die Kirche in Bärenwalde ist die zweitgrößte Dorfkirche Sachsens. Sie wurde 1732/33 erbaut, der Turm allerdings erst 1775 fertiggestellt. Von der alten Kirche, die 1529 schon vorhanden war, ist nicht viel bekannt. In den letzten Jahren fanden umfassende Restaurierungsarbeiten in den Innenräumen und
auch an der Außenfassade statt.

In der Ortsmitte befinden sich u. a. eine Grundschule sowie eine Fremdsprachen-Kindertagesstätte. Beide werden in freier Trägerschaft betrieben. Zahlreiche Vereine bereichern das kulturelle dörfliche Leben und gemütliche Pensionen laden zu einem Aufenthalt ein. Rund um Bärenwalde gibt es auf gut angelegten und ausgeschilderten Wegen reizvolle Fleckchen zu entdecken.

Der Schlobigpark liegt unweit des Zentrums der Stadt Zwickau, unmittelbar an der Zwickauer Mulde. Ursprünglich wurde er als Anstaltsgarten für das Stadtkrankenhaus angelegt. Daneben ließ im 19. Jahrhundert Dr. Samuel Schlobig seine private Bade- und Heilanstalt errichten.

Derzeit noch sichtbares Zeugnis des Schaffens Dr. Schlobigs ist das imposante historische Johannisbadareal. Das Johannisbad gilt als Kulturdenkmal aus der Zeit des Historismus und des Jugendstils. Es war um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert die erste öffentliche Badeanstalt in dieser Größenordnung. Das Bad und die Römische Sauna waren bis 1991 in Betrieb. Nach Schließung der Einrichtung wurde ab 1997 mit der Sanierung begonnen. Heute erstrahlt das Johannisbad in seiner alten Schönheit und bietet dem Besucher ein einzigartiges Flair.

Der Schlobigpark hält vielfältige Erholungsmöglichkeiten bereit. Es gibt zahlreiche Sitzgelegenheiten in stimmungsvollen Gartenbereichen oder mit interessanten Ausblicken. Für die Kleinsten steht ein mit verschiedenen Geräten ausgestatteter Spielplatz zur Erkundung bereit. Das mit einem wetterfesten Belag ausgestattete Spielfeld ist auch unter widrigen Witterungsverhältnissen ganzjährig nutzbar.

Ein künstliches Bachtal für die Regenwasserversickerung, das von einer kleinen Brücke überspannt wird, bereichert den Park. Seine Funktionsweise ist bei niederschlagsreichen Wetterlagen besonders gut erlebbar. Tast- und Duftbeete ermöglichen insbesondere Sehbehinderten, Aroma- und Gewürzpflanzen sinnlich wahrzunehmen.

Zugänge erschließen über ein Netz leicht geschwungener Wege den Parkraum und führen den Besucher bis auf die Muldenpromenade. Diese ist Bestandteil des überregionalen Mulderadweges.

Am Schlobigpark stadteinwärts befinden sich zahlreiche sanierte historische, aber auch interessante neue Gebäude.

Burg Schönfels, den Ortsteil Schönfels der Gemeinde Lichtentanne prägend, gehört zu den eindrucksvollsten Burgen in Sachsen und bietet einen unverfälschten Einblick in eine spätmittelalterliche Wehranlage. Sie zeigt sich als typische Höhenburg, befindet sich bei 441 Meter ü. NN und wurde auf einem Felssporn aus Diabasgestein errichtet. Schönfels entstand um 1200 im Zuge der hohen Kolonisation zur Erschließung neuer Siedelgebiete unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Die Burg diente als Verwaltungsmittelpunkt der gleichnamigen Rodeherrschaft. Die Anlage, u. a. bestehend aus umlaufendem Wall und Graben, Vorburg, Unterburg sowie Kernburg mit Bergfried, zeigt sich in einer einzigartigen bewahrten Geschlossenheit und Ursprünglichkeit.

Für das heutige Aussehen der Burg ist maßgeblich die Familie von Weißenbach verantwortlich. Als Ergebnis ihrer grundlegenden Um- und Ausbauarbeiten um 1480 sind z. B. die spätgotische Bohlenstube mit Kielbogentür, die Gerichtsstube mit Kreuzrippengewölbe, die Burgkapelle und die frisch restaurierte Unterburg zu bewundern.

Zu den Attraktionen auf Burg Schönfels zählt die Kapelle in spätgotischer Architektur mit barocken Elementen, die auch für Hochzeiten genutzt werden kann. Eindrucksvoll ist ihre Ausstattung: Zu bewundern ist u. a. ein wertvoller Flügelaltar aus dem 17. Jahrhundert, dessen Malereien von Mathias Crodel dem Jüngeren stammen. Außerdem besitzt sie eine in Deutschland einmalige Schrank-Holzorgel aus der Zeit um 1730.

Die ständig wechselnden Ausstellungen im 1975 eröffneten Burgmuseum sind beliebte Termine im Jahreskulturkalender. Zahlreiche Veranstaltungen wie Konzerte, Theateraufführungen, museumspädagogische Angebote sowie der jährlich stattfindende Handwerker- und Töpfermarkt runden das Angebot ab. Das Burgrestaurant lädt zum Verweilen in mittelalterlichem Ambiente ein.

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