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01. Januar 2017

Durchführung eines Monitorings auf das Virus der Klassischen und der Afrikanischen Schweinepest bei Wild- und Hausschweinen -
Verfahrensweise im Freistaat Sachsen ab dem 1. Januar 2017
(Schweinepest-Monitoring-Verordnung (SchwPestMonV) vom 9. November 2016, BGBl. I vom 16.11.2016, S. 2518)

Angesichts der Tatsache, dass in den Mitgliedstaaten Polen, Lettland und Litauen sowie in der Russischen Föderation, Weißrussland und der Ukraine die Afrikanische Schweinepest bei Haus- und Wildschweinen verbreitet ist, wichtige Transportwege quer durch Deutschland verlaufen (insbesondere die Autobahnen A 2 und A 4) und nicht ausgeschlossen werden kann, dass z.B. über unachtsam entsorgte Speisereste der Erreger der Afrikanischen Schweinepest unerkannt in die heimische Wildschweinepopulation eingetragen wird und insoweit auch die Hausschweinpopulation gefährdet sein könnte, ist ein Monitoring zur Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen zwingend erforderlich. Die Umsetzung soll ab 01.01.2017 erfolgen. 

Die Etablierung dieses ASP-KSP-Monitorings auf der Grundlage des § 10 Absatz 2 des Tiergesundheitsgesetzes soll die Gewinnung einer repräsentativen Anzahl an Proben und somit einen Überblick über die Tiergesundheitssituation im Hinblick auf die ASP und KSP ermöglichen. 

Monitoring auf das Virus der KSP bei „gesund erlegten“ Wildschweinen
Die Jagdausübungsberechtigten entnehmen Blut-/Schweißprobenproben von im Rahmen der Jagdausübung erlegten Wildschweinen, die keine klinischen oder mit bloßem Auge erkennbaren pathologisch-anatomischen Auffälligkeiten zeigen.Im Landkreis Zwickau sollen mindestens 71 Proben jährlich von „gesund erlegten“ Wildschweinen, serologisch auf KSP untersucht werden.  

Monitoring auf das Virus der ASP/KSP bei Fallwild/Unfallwild und erlegten Wildschweinen mit klinischen oder pathologisch-anatomischen Veränderungen
Die Jagdausübungsberechtigten entnehmen Proben, vorzugsweise Organproben, von allen im Rahmen der Jagdausübung verendet aufgefundenen Wildschweinen (Fallwild/Unfallwild) und von erlegten Wildschweinen, die klinische oder mit bloßem Auge erkennbare pathologisch-anatomische Auffälligkeiten zeigen (stark abgekommen, verringerter Fluchtreflex, Nachhandschwäche, Hinweise auf eine mögliche Infektion beim Aufbrechen des Wildes). 

Die entnommenen Blutproben/Organproben sind durch die Jagdausübungsberechtigten über die Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter (LÜVÄ) der Landkreise oder direkt der LUA Chemnitz, Dresden oder Leipzig zur serologischen/virologischen Untersuchung zuzuleiten. 

Für die sachgerechte Entnahme und Abgabe von Untersuchungsmaterial (Blutprobe/Organprobe), soweit dieser für die vorgesehene Untersuchung geeignet ist, erhalten die Jagdausübungsberechtigten eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 10,00 €.

Informationsblatt
Probenbegleitschein

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