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14. Dezember 2016 Glauchau

Lebendige Industriekultur abseits der Metropolen - das EU-Projekt InduCult2.0 bringt periphere Regionen aus Mitteleuropa zusammen, die stark auf Industrieproduktion ausgerichtet waren und sind.

Diese Partnerregionen wollen die kulturellen Qualitäten ihrer industriellen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nutzen, um sich als attraktive Orte für Arbeiten, Leben und Erholung zu positionieren.

Im Einzelnen beabsichtigt die Partnerschaft:

  • das Konzept lebendiger Industriekultur in Mitteleuropa bekannt zu machen;
  • die spezifische Kultur in Industrieregionen zu stärken und als Standortfaktor zu nutzen;
  • den Pioniergeist in Industrieregionen wiederzubeleben.

Das Projekt InduCult2.0 wird durch das CENTRAL-EUROPE-Programm gefördert (EFRE-Fonds). Der Landkreis Zwickau ist Führungspartner des Konsortiums. Das Sächsische Staatsministerium des Inneren und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen unterstützen das Projekt.

Erfolgreiche Projekteinreichung

InduCult2.0 gehört zu den 35 genehmigten Projekten im ersten Aufruf des Förderprogramms Central Europe bei 620 Einreichungen. Dem Konsortium stehen seit Juni 2016 insgesamt 3 Mio. € für 3 Jahre zur Verfügung. Das Budget des Landkreises für seine Doppelfunktion als Führungspartner des Konsortiums und als Projektpartner beläuft sich  auf 0,62 Mio. €. Die Förderquote für den Landkreis beträgt 80%.

Industriekultur ist eine junge Erscheinung in der europäischen Kulturlandschaft: In den letzten Jahrzehnten vorrangig auf Denkmalschutz und Bauwerksumnutzung orientiert (Industriekultur 1.0), schließt sie inzwischen zeitgenössische kulturelle und kreative Ressourcen ein (Industriekultur 2.0).

Industriekultur wird damit zu einem dynamischen, zeitgenössischen Konzept, dass den permanenten Wandel der industriellen Wirtschaft und Gesellschaft spiegelt und gestaltet.

Grafik Industriekultur 2.0 als zeitenübergreifender Ansatz

Industriekultur 2.0 als zeitenübergreifender Ansatz 

Grafik der Partnerschaft - 8 Regionen als Pioniere für Industriekultur

Das Partner-Konsortium 

Gemeinsamer Arbeitsansatz der Partner

Als europäisches Verbundprojekt organisiert InduCult2.0 transnationalen Vergleich, gegenseitige Beratung, Trainings und Austausch zu Pilotaktionen vor Ort. Das Projekt baut auf den Ansatz der „Lernenden Netzwerke".

Zentral ist die spartenübergreifende Zusammenarbeit zwischen industriellen Museen (stellvertretend für die Vergangenheit), Unternehmen (für die Gegenwart) und Schulen sowie Kreativzentren (für die Zukunft).

Grafik Projektansatz

Projektansatz 

Internationaler Auftakt in Leoben

Am 12. und 13. Oktober trafen sich zum Projektstart „InduCult2.0 – Lebendige Industriekultur abseits der Metropolen" in Leoben (Österreich) 50 Vertreter aus acht mitteleuropäischen Industrieregionen und von zwei wissenschaftlichen Einrichtungen. Aus dem Landkreis Zwickau, der das Projekt leitet, nahmen Vertreter der Verwaltung und der Tourismusregion teil.

Die internationalen Teilnehmer waren sich einig, dass das neuartige Konzept „Lebendige Industriekultur" zusätzliche Entwicklungschancen in allen Projekt-Regionen eröffnet. In ersten thematischen Workshops diskutierten die Experten praktische Ansätze in den Bereichen Tourismus, regionale Identität, Fachkräftesicherung und Kreativwirtschaft.

Lesen Sie dazu auch den Artikel im InvestJournal in der Ausgabe vom 11.11.16.

InduCult2.0 - Aktionen im Landkreis

Der Landkreis setzt über die nächsten zwei Jahre eine Reihe von regionalen Aktionen um.

Arbeitspaket Dach „Fokusgruppe und Strategie"

Etabliert das Konzept „Lebendige Industriekultur" in der Region. Dazu wurde eine regionale Fokusgruppe „Lebendige Industriekultur" gegründet. Außerdem sollen u.a. ein Argumentationspapier und ein regionales Strategiepapier entstehen.

Arbeitspaket Säule „Identität und Tourismus"

Nutzt Industriekultur, um Identität und Tourismus zu fördern. Die Aktionen in diesem Paket werden durch den Verein Tourismusregion Zwickau e.V. betreut.

Arbeitspaket Säule "Arbeitskräfte und Unternehmen"

Nutzt Industriekultur, um Arbeitskräfte und Unternehmen in der Region zu binden. Die Aktionen in diesem Paket werden durch das Sachgebiet Wirtschaftsförderung des Landratsamtes betreut.

Arbeitspaket Säule "Kreativität und Pioniergeist"

Nutzt Industriekultur, um Kreativität und Pioniergeist der Region zu beleben.

Grafik Regionale Aktionen

Regionale Aktionen 

Fokusgruppe "Lebendige Industriekultur"

Die Fokusgruppe „Lebendige Industriekultur“ im Landkreis Zwickau
Um das Projekt in der Region möglichst breit zu verankern, hat der Landkreis eine regionale Fokusgruppe „Lebendige Industriekultur“ ins Leben gerufen. Vertreter der Industriemuseen, der Unternehmen und der Schulen sowie Kreativen kommen hier zusammen, um 

  • lebendige Industriekultur als Identitätsmerkmal und Standortfaktor der Region zu fördern;
  • Aktionen im Rahmen von InduCult2.0 und darüber hinaus zu begleiten;
  • bei strategischen Dokumenten (Argumentationsbroschüre, Strategiepapier, Aktionspläne) zu unterstützen.

Der erste Meilenstein war die Erarbeitung einer gemeinsamen Argumentationsbroschüre, die verdeutlicht, warum eine lebendige Industriekultur ein wichtiger Standortfaktor für die Region ist.

Mit InduCult2.0 greift der Landkreis ein Thema auf, das auch auf sächsischer Ebene als wichtig erachtet wird. So vermerkt der aktuell gültige Koalitionsvertrag: „Die sächsische Industriekultur ist Bestandteil des zu erhaltenden kulturellen und musealen Erbes.“ (= Industriekultur 1.0).

Auf der Grundlage dieser politischen Vereinbarung werden 2020 sowohl das sächsische Jahr der Industriekultur als auch eine dazugehörige Landesausstellung durchgeführt.

Des Weiteren entwickelt die Tourismus-Marketinggesellschaft Sachsen eine sächsische Route der Industriekultur.


Schon seit mehreren Jahren betreibt der Freistaat das Netzwerk Industriekultur.


Bereits 2009 hatte der wissenschaftliche Beirat am Zweckverband für Industriekultur in Sachsen Handlungsempfehlungen herausgegeben, an die InduCult2.0 anknüpft.


Der Landkreis wird sich im Rahmen der Projektarbeit eng mit weiteren sächsischen Initiativen vernetzen, die sich dem Thema Industriekultur verschrieben haben.

Neben den oben genannten sind das insbesondere:

 

Titel:   InduCult2.0: Industrielles Erbe, kulturelle Ressourcen der Industrie und
kreative Pioniere - Lebendige Industriekultur in Mitteleuropa 
 
Laufzeit:

Juni 2016 - Mai 2019
 
Förderprogramm: 
 
INTERREG CENTRAL EUROPE (www.interreg-central.eu)
 
Gesamtbudget:

3 Millionen Euro, davon 2,45 Millionen Euro EFRE
 
Budget Landkreis Zwickau:

0,62 Millionen Euro (für Führungspartner- und Projektpartner-Aufgaben
 
Förderrate Landkreis Zwickau:

80 %
 
Weitere Förderer:

Sächsisches Staatsministerium des Inneren
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
 
Partner:
 
8 Regionen in Deutschland, Polen, Belgien, Tschechien, Österreich,
Kroatien, Slowenien, Italien sowie 2 wissenschaftliche Institutionen
 
Projekt-Webseite:

www.interreg-central.eu/InduCult2.0
 
Ansprechpartner:


Landkreis Zwickau, Dez. IV, Projekt InduCult2.0
Carsten Debes, Gina Zimmermann
inducult2.0@landkeis-zwickau.de
Tel.: 0375 4402-25114

 

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