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Übergabe des symbolischen Schlüssels von Landrat Dr. Christoph Scheurer an Bürgermeister Stefan Feustel

16. Januar 2018

Mit einem Sieg der Mannschaft des Gymnasiums "Am Sandberg" endete die symbolische Übergabe der Vier-Feld-Sporthalle am Beruflichen Schulzentrum (BSZ) für Wirtschaft, Ernährung und Sozialwesen, Außenstelle Wilkau-Haßlau, seitens des Landkreises Zwickau an die Stadt Wilkau-Haßlau am 15. Januar 2018.

Angetreten waren anlässlich dieser Veranstaltung vier Teams im Human-Table-Soccer oder auf deutsch im Menschlichen Tischfußball bzw. Menschenkicker. Den zweiten Platz konnte sich die Gruppe aus der Stadtverwaltung Wilkau-Haßlau erspielen. Den Platz drei teilten sich die Mannschaften der Kreisverwaltung Zwickau und des Beruflichen Schulzentrums für Wirtschaft, Ernährung und Sozialwesen. Wenn auch das Gymnasium in Trägerschaft des Landkreises sportlich als Gewinner aus dem nicht ganz ernst gemeinten Turnier hervorging, so gewinnen letztendlich alle vier Beteiligten an der Sporthallenübergabe. Das verdeutlichten in ihren Ansprachen auch der Landrat des Landkreises Dr. Christoph Scheurer und der Bürgermeister der Stadt Wilkau-Haßlau Stefan Feustel, der aus der Hand des Landrats gleich zwei Schlüssel entgegennehmen konnte. Zum einen den richtigen, sehr unscheinbaren, und zum anderen den symbolischen, den die Auszubildenden zum Bäcker am Beruflichen Schulzentrum eigens angefertigt hatten.

EIN VERKAUF MIT SYNERGIEEFFEKTEN

Mit dem Verkauf der Vier-Feld-Sporthalle einschließlich der Außensportanlagen am Berufsschulzentrum in der Mozartstraße in Wilkau-Haßlau zum 1. Januar dieses Jahres seitens des Landkreises Zwickau an die Stadt Wilkau-Haßlau lösen sich zum einen die künftigen Herausforderungen hinsichtlich des Schulsportes sowohl des Landkreises Zwickau als auch der Stadt Wilkau-Haßlau.

DIE AUSGANGSSITUATIONEN

Der Landkreis Zwickau ist als Schulträger für die ordnungsgemäße Absicherung des Schulsports des Gymnasiums "Am Sandberg" und des BSZ in der Stadt Wilkau-Haßlau zuständig. Hierfür standen ihm bisher eine landkreiseigene Ein-Feld-Sporthalle auf dem Gelände des Sandberggymnasiums sowie eine landkreiseigene Vier-Feld-Sporthalle auf dem Gelände der Berufsschule zur Verfügung. Die Ein-Feld-Sporthalle am Gymnasium - Baujahr 1978 - befindet sich in einem baulich sehr bedenklichen Zustand und es besteht dringender Handlungsbedarf, da aufgrund des schlechten baulichen Zustands der Halle eine komplette Schließung in den nächsten Jahren sehr wahrscheinlich wäre. Eine Sanierung der Ein-Feld-Sporthalle ist unwirtschaftlich. Theoretisch könnte der Schulsport des Gymnasiums durch die landkreiseigene Vier-Feld-Sporthalle abgedeckt werden können, allerdings verbunden mit einem aufwendigen und kostenintensiven Transport der Schüler. Die Kapazität der Vier-Feld-Sport-Halle hätte dann nicht mehr ausgereicht, den Schulsport der Oberschule und den Vereinssport der Stadt Wilkau-Haßlau stattfinden zu lassen.

Bereits im Sportstättenentwicklungsplan der Stadt Wilkau-Haßlau aus dem Jahr 2010 wurde festgestellt, dass in der Stadt eine Zwei-Feld-Sporthalle zu wenig ist, um den Bedarf an Hallenkapazitäten für den Schul- und Breitensport abdecken zu können. In diesem Konzept wurden die beiden landkreiseigenen Sporthallen berücksichtigt, die Nutzung der landkreiseigenen Vier-Feld-Sporthalle für den Schulsport der Oberschule war fester Bestandteil des Konzeptes. Bei dieser Untersuchung wurde auch der bauliche Zustand der städtischen Sportstätten näher betrachtet. Nicht nur die Ein-Feld-Sporthalle des Landkreises, sondern auch die Ein-Feld-Sporthalle der Comenius-Grundschule wurde als in einen baulich schwierigen Zustand bewertet. Um die Bedarfe an Hallenkapazitäten für den Schul- und Breitensport langfristig abzusichern, wäre die Stadt Wilkau-Haßlau dauerhaft auf die landkreiseigenen Hallenkapazitäten angewiesen, hätte zusätzliche Hallenkapazitäten schaffen und vorhandene sanieren müssen.

DIE ERGEBNISSE

Mit dem Übergang der Vier-Feld-Sporthalle kann die Stadt Wilkau-Haßlau dauerhaft den Sportunterricht ihrer Oberschule absichern und dem Breitensport eine vielseitig nutzbare Sporthalle zur Verfügung stellen. Der Landkreis Zwickau mietet dauerhaft Hallenkapazitäten für den Schulsport des BSZ Wilkau-Haßlau und garantiert somit der Stadt feste Einnahmen.

Mit den Einnahmen aus dem Verkauf der Vier-Feld-Sporthalle am BSZ wurde gleichzeitig der finanzielle Grundstock für den Neubau einer Zwei-Feld-Sporthalle für das Gymnasium "Am Sandberg" in Trägerschaft des Landkreises gelegt. Mit dieser Investition am Standort des Sandberggymnasiums kann mittelfristig der gesamte Schulsport des Gymnasiums abgesichert werden und der Landkreis spart dauerhaft die Kosten für den Schülertransport zu der Vier-Feld-Sporthalle. Die hierdurch freiwerdenden Hallenkapazitäten der Vier-Feld-Sporthalle können künftig für den Schulsport der Comenius-Grundschule genutzt werden, so dass deren nicht mehr benötigte sanierungsbedürftige Sporthalle von der Stadt Wilkau-Haßlau abgerissen werden kann.

DIE UMSETZUNG

Möglich machte diese Neuordnung der Sportstättenlandschaft in Wilkau-Haßlau der Beschluss des Kreistages des Landkreises Zwickau vom 15. Juni 2016 - Neubau einer Zwei-Feld-Sporthalle im Rahmen aller Landkreismaßnahmen "Brücken in die Zukunft" und der Beschluss des Stadtrates der Stadt Wilkau-Haßlau vom 26. Mai 2016 - Kauf der Vier-Feld-Sporthalle des Landkreises Zwickau und Bau eines Parkplatzes auf dem jetzigen Feld gegenüber dem Schulgelände des Sandberggymnasiums -.

 

Landrat Dr. Christoph Scheurer unterstrich in seinen Worten anlässlich der offiziellen Übergabe die Win-Win-Situation und freute sich gleichzeitig, dass das Programm "Brücken in die Zukunft" dem Landkreis ermöglicht, mit zusätzlichen Mitteln aus dem Landeshaushalt die neue Zwei-Feld-Sporthalle am Gymnasium zu errichten. Er verriet schon mal, dass spätestens 2020 die neue Halle übergeben werden soll.

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