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Das Gesundheitsamt sowie Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt informiert zur Gesundheitsgefährdung durch Wasserpfeifen und gibt Tipps zum sachgemäßen Gebrauch.

Das Rauchen von Wasserpfeifen, auch Shisha oder Hubble-Bubble genannt, ist populär und Shisha-Bars schießen vielerorts wie Pilze aus dem Boden. Auch glauben viele Menschen, der Konsum von Wasserpfeifen sei viel harmloser als das Rauchen von Zigaretten oder Pfeifen. Doch Wasserpfeifen stellen keineswegs eine harmlose Alternative dar: Auch Shisha-Tabak ist ein Giftgemisch, gefährdet die Gesundheit und kann süchtig machen!

Amtsärztin Dr. Carina Pilling warnt daher: "Sowohl Wasserpfeifen- als auch Zigarettenrauch enthalten die suchtgefährdenden und schädlichen Substanzen Nikotin, Teer und Kohlenmonoxid. Auch die im Vergleich zur Zigarette wesentlich geringere Temperatur im Tabak der Wasserpfeife bedeutet nicht, dass der Rauch damit ärmer oder gar frei von gesundheitsgefährdenden Stoffen ist. Einige wie Nikotin oder Kohlenmonoxid kommen im Shisha-Rauch sogar in größeren Mengen vor als im Rauch von Zigaretten."
Ein langjähriger Wasserpfeifenkonsum könne die Lungenfunktionen daher verschlechtern und das Risiko, an Tumoren zu erkranken, erhöhen. Darüber hinaus seien besonders Frauen, die während der Schwangerschaft Wasserpfeife rauchen, stärker gefährdet, ein Kind mit niedrigem Geburtsgewicht zu gebären.

Allgemein lässt sich sagen, dass für die Suchtwirkung von Wasserpfeifen - wie bei Zigaretten - der Inhaltsstoff Nikotin im Tabak verantwortlich ist. Untersuchungen von Wasserpfeifenrauch zeigen, dass er zum Teil erhebliche Mengen an Teer enthält. "Achtung - Aufschriften auf den Verpackungen mit Aussagen wie "Enthält 0 g Teer" sind irreführend, denn Teer entsteht aus Tabak immer erst während der Erhitzung oder Verbrennung", erklärt Amtstierarzt Toby Pintscher.

Außerdem kann es beim unsachgemäßen Umgang mit der Wasserpfeife in den Glaskörpern oder Schläuchen zu einer starken Vermehrung von Bakterien kommen, die für den Menschen riskant sind. Es können beispielsweise schwere Atemwegsinfektionen oder Asthmaanfälle ausgelöst werden.

Beim Reinigen und Befüllen der Wasserpfeifen sollten daher unbedingt einige Regeln beachtet werden:

  • Glaskörper nach jeder Nutzung unter Verwendung eines desinfizierenden Reinigungsmittels gründlich reinigen! Auf dem sogenannten Biofilm, einer dünnen schleimigen Schicht am Glas, befinden sich massenhaft Bakterien, die sich dort vermehren und das Wasser kontaminieren.
  • Glaskörper nach dem Reinigen vollkommen abtrocknen!
    Im noch nassen Glaskörper können sich Bakterien, die feuchtes Milieu bevorzugen, auch bei Raumtemperatur stark vermehren.
  • Den Glaskörper erst unmittelbar vor der nächsten Nutzung befüllen!
  • Den Schlauch nach jeder Nutzung gut abtrocknen!
  • Er kann z. B. mit einer Luftpumpe durchgepustet werden.
  • Mundstücke und Schläuche sollten stets nur von einer Person benutzt werden!

Toby Pintscher, Leiter des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes des Landkreises Zwickau, kündigt an, dass in gewerblichen Einrichtungen künftig im Rahmen der amtlichen Kontrollen auch die Einhaltung dieser Hygieneregeln überprüft wird.

Quelle:
Bundesinstitut für Risikobewertung, www.bfr.bund.de
Landesuntersuchungsanstalt Sachsen, www.lua.sachsen.de

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