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Zu sehen ist ein EU-Projekt InduCult2.0 - künstlerische Gestaltung Martin-Hoop-Schacht

"Industrie - Identität - Image: Industrieregionen entdecken ihre Kultur neu" - unter diesem Motto hieß der Landkreis Zwickau am 4. April 2019 im August-Horch-Museum Zwickau Industriekultur-Expert*innen aus acht Regionen Mitteleuropas und interessierte Gäste zur großen Abschlusskonferenz im EU-Projekt InduCult2.0 willkommen.

Seit 2016 beschäftigen sich im Rahmen des EU-geförderten Projektes unter Federführung des Landkreises Zwickau Industrieregionen Europas - jeweils abseits der großen Metropolen - mit ihrer Kultur.  Jetzt, am Ende des Projektes, resümieren die Partner:  Diese Kultur ist spezifisch, vielschichtig und als regionaler Identitäts- bzw. Imageanker überaus geeignet.

 

Carsten Debes, Projektleiter von InduCult2.0: "Eine solche Industriekultur knüpft an das industrielle Erbe an, geht aber weit darüber hinaus: Sie ist ebenso Ergebnis der produktiven Gegenwart und Diskussionsraum für die zu gestaltende industrielle Zukunft. Wir haben dafür den Begriff lebendige Industriekultur geprägt."

 

Dank InduCult2.0 konnten die acht Regionen in den vergangenen zweieinhalb Jahren eine große Bandbreite innovativer Maßnahmen konzipieren und umsetzen.  So gibt es inzwischen im  Landkreis Zwickau, ebenso wie in den Partnerregionen, "Tage der Industriekultur", die gemeinsam von Touristikern, Unternehmen und Museen durchgeführt werden. Ein anderes gutes Beispiel sind die Fokusgruppen "Lebendige Industriekultur", die in allen Partnerregionen aufgebaut wurden. Sie vernetzen die Akteure, fördern Aktionen und unterstützen bei der strategischen Ausrichtung. Und nicht zuletzt wurden durch InduCult2.0 auch ganz praktische Maßnahmen ermöglicht, wie die künstlerische Gestaltung des Martin-Hoop-Schachtes IVa.

 

Zur Konferenz gehörte ein umfangreiches Begleitprogramm, in dem sich die Region Zwickau den internationalen Gästen bestens und vielfältig präsentierte: als Motor industrieller Produktion in Sachsen, pulsierendes Herz der Industriekultur und zentraler Austragungsort der Sächsischen Landesausstellung Industrie-Kultur-Mensch 2020.

InduCult2.0 baut auf jahrelanger Vorerfahrung auf: 2009 begann das Engagement des Landkreises Zwickau in grenzüberschreitenden Kooperationsprojekten im Rahmen des EFRE-Förderprogramms "Europäische Territoriale Zusammenarbeit in Mitteleuropa“. Die bisher durchgeführten Projekte befassten sich mit Bergbaufolge-Potentialen (ReSource, 2009-12) bzw. mit Industrie-Kulturerbe (SHIFT-X, 2012-14). 

 

Motiviert durch die guten Erfahrungen und das hohe thematische Interesse aus der Region, Sachsen sowie dem europäischen Umfeld wurde der Fokus weiter geschärft und in InduCult2.0 auf die Verknüpfung von kulturellen Ressourcen aktiver Industrie, industriegeschichtlicher Institutionen und Bildungseinrichtungen gelegt.

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