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Im Bild die Übergabe des Kunstwerkes an das Deutsche Landwirtschaftsmuseum Schloss Blankenhain im Beisein zahlreicher Gäste

28. August 2019 Ortsteil Blankenhain, Crimmitschau

Das Deutsche Landwirtschaftsmuseum Schloss Blankenhain ist um eine Attraktion reicher. Am 27. August 2019 wurden die Kunstwerke "Bäuerin und Bauer" des Künstlers Michael Fischer-Art dem Deutschen Landwirtschaftsmuseum in Blankenhain übergeben.

Dies geschah im Beisein des Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt, dem Landrat des Landkreises Zwickau Dr. Christoph Scheurer, der Ersten Beigeordneten des Landkreises Zwickau, Angelika Hölzel, dem Landtagsabgeordneten, Jan Löffler, des Museumsdirektors des Deutschen Landwirtschaftsmuseums, Jürgen Knauss, des Geschäftsführers des Sächsischen Landeskuratoriums Ländlicher Raum e. V., Peter Neunert, und weiterer Gäste.

 

Bei der "Bäuerin und dem Bauern" handelt es sich um zwei auffällige Skulpturen aus Stahl mit einer Höhe von 2,95 Metern und einem Gewicht von jeweils 300 Kilogramm, die nun die Besucher des Freilichtmuseums unweit vom Eingangsbereich entfernt begrüßen. Der Künstler wollte damit zeigen, dass die Arbeit in der Landwirtschaft nicht nur schwer, sondern bunt, vielfältig und kraftvoll ist. Sicher ist bereits, dass die Skulpturen zur Diskussion anregen werden.

 

Finanziert wurde das Projekt vom Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e. V. (SLK). Dieser hatte sich am Wettbewerb - Ideen für den Ländlichen Raum, ausgelobt vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, beteiligt. In der Kategorie Kunst, Kultur, Identität auf dem Land konnte das eingereichte Projekt "Blickpunkt Kunst im ländlichen Raum" überzeugen und erhielt als eines von den eingereichten 344 Projekten den Zuschlag. Insgesamt wurde eine Fördersumme von 300 TEUR zur Verfügung gestellt.

 

Das Konzept beabsichtigt, in den zehn Landkreisen des Freistaates Sachsen und im sorbischen Gebiet jeweils ein künstlerisches Projekt im ländlichen Raum zu etablieren. "Die künstlerischen Arbeiten sollen zum Nachdenken über Werte, Lebenseinstellungen und soziale Beziehungen anregen", erläuterte im Rahmen des Termins der Geschäftsführer Peter Neunert.

 

Für jedes der insgesamt elf Kunstprojekte im ländlichen Raum mussten nun repräsentative Standorte gewählt werden. Im Landkreis Zwickau fiel die Wahl auf das Landwirtschaftsmuseum. "Diese Entscheidung fiel uns nicht schwer, denn nirgendwo im Freistaat wird die Geschichte der Landwirtschaft besser präsentiert als hier", begründete Neunert die Kuratoriumsentscheidung.

 

"Wir freuen uns, dass wir als Freilandmuseum mit diesen "Hinguckern" eine Aufwertung erfahren haben", kommentierte der Chef des Landwirtschaftsmuseums Jürgen Knauss. Auch Landrat Dr. Christoph Scheurer zeigte sich sicher, dass Gäste eigens wegen der Fischer-Art-Skulpturen, den Weg nach Blankenhain finden werden. "Wenn wir gefragt werden, ober wir einen echten Fischer-Art haben, können wir verneinen – wir haben sogar zwei: eine Bäuerin und einen Bauern, wenn auch als Gesamtkunstwerk."

 

Michael Fischer-Art

 

schuf viele Arbeiten im öffentlichen Raum. 1998 gestaltete er das neue Hörsaalgebäude der TU Dresden mit einem 2 400 Quadratmeter großen Wandgemälde. Im Jahr 2000 baute er einen 100 Meter langen Brunnen in der Innenstadt von Frankfurt (Oder), in dem acht bis zu sechs Meter hohe Skulpturen Wasser spucken. Weitere "Kunst am Bau"-Projekte von Fischer-Art sind das Fischer-Art-Haus in Sebnitz (2001), die Treppenhaus- und Innenhofgestaltung der HTWK in Leipzig, Wiener-Bau, Wächterstraße 13 (2001) und das Fischer-Art-Haus in Leipzig (2004) in der Karl-Liebknecht-Straße.

 

Fischer-Art beteiligte sich 2001/02 an der Buddy Bär Berlin Show. Der Bär stand zwei Jahre im Neuen Kranzler Eck (Kurfürstendamm), bevor dieser zugunsten von Kindern in Not versteigert wurde. 2005 schuf er einen Flügelaltar für die Dorfkirche von Nepperwitz. Ab dem 7. Juni 2006 verhüllte er anlässlich der Fußball-WM die kurz vor dem Abriss stehenden Brühl-Plattenbauten, ehemalige Wohnhäuser am Tröndlin-Ring, mit mehr als 13 000 Quadratmeter gestalteten Planen. In seinem Kunstwerk mit dem Titel "Die drei Türme" zeigte er die Leipziger Elf: eine Auswahl von aus seiner Sicht wichtigen Persönlichkeiten aus der Historie und der Gegenwart Leipzigs - von Johann Wolfgang von Goethe bis Oberbürgermeister Burkhard Jung. (wikipedia).

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