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Im Bild die hintere Ansicht von Schloss Waldenburg

10. Juli 2020

Nach erfolgter aufwendiger Restaurierung erstrahlen die zwei Gemälde vermutlich aus der Schule des Malers Luca Giordano wieder im alten Glanz in der Eingangshalle des Schlosses Waldenburg.

Dieses Projekt wurde möglich durch eine großzügige Förderung seitens der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Chemnitz.

 

Beide Kunstwerke mit ihrer imposanten Größe von je 5,20 x 2,00 Meter zählen zu den Glanzpunkten der italienischen Barockmalerei, so die Einschätzung von Kunstexperten.

 

Am Freitag, dem 10. Juli 2020, wurden die restaurierten Gemälde von Landrat Dr. Christoph Scheurer erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Auch der Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Friedrich-Wilhelm von Rauch, nahm den Termin wahr. "Einen guten ersten Eindruck im Wettbewerb mit anderen zu hinterlassen, dafür gibt es nur eine Chance. Das hatte vermutlich Fürst Schönburg im Sinn, als er für seine neue herrschaftliche Treppenanlage von Schloss Waldenburg zwei monumentale Wandgemälde eines international angesehenen Italieners bei einem der namhaftesten Kunsthändler seiner Zeit erwarb. Werke Luca Giordanos und seiner Schule finden sich in den Museen und Kirchen Neapels und Roms, von Florenz und Venedig, aber vor allem auch in der Dresdner Galerie Alte Meister. Dieses heute öffentlich zugängliche Kulturerbe im dezentralen Raum für künftige Generationen zu sichern, dafür haben sich die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Chemnitz gern gemeinsam eingesetzt", so Friedrich-Wilhelm von Rauch.

 

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Chemnitz, Dr. Michael Kreuzkamp, der gleichfalls vor Ort war, sagte: "Schloss Waldenburg fasziniert einheimische und auswärtige Besucher. Es ist ein herausragender Anziehungspunkt in unserer Region, für den wir uns gerne immer wieder engagieren. Wir freuen uns, dass es gelungen ist, die Möglichkeiten der Ostdeutschen Sparkassenstiftung in dieses sehr aufwendige Restaurierungsprojekt einzubringen."

Die Jahre hatten die beiden Kunstwerke aus der Zeit um 1630 vergilben und den Firnis nachdunkeln lassen und somit das optische Erscheinungsbild stark verfälscht. Der Restaurator Thomas Heinicke hat sie fachmännisch aufgearbeitet.

Das Bild links im Foyer des Schlosses zeigt das Volk Israel auf seiner Flucht aus Ägypten. Das rechte Bild stellt die Streitmacht des Pharaos dar, wie sie von den Fluten des Roten Meeres überrascht wird und versinkt.

 

Seit 1803 waren die Fürsten Schönburg Standesherren von Waldenburg. Die Schönburger waren reich begütert und unternehmerisch im sächsischen Bergbau tätig. Ihre Residenz Schloss Waldenburg geht auf das 12. Jahrhundert zurück, dokumentiert den fürstlichen Repräsentationsanspruch und gilt auch nach seinem letzten, kostspieligen Umbau vor 1914 als ein Zentrum der Künste und der Musik. Eigentümer ist heute der Landkreis Zwickau, der es als Schlossmuseum betreibt. Zugleich genießt Schloss Waldenburg als prominenter Drehort internationales Renommee und wird jährlich von 15.000 Besuchern frequentiert.

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