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Im Bild eine Handpuppe, ein Dino, der spielerisch mit einer Zahnbürste ein künstliches Gebiss putzt

25. September 2019

Der Tag der Zahngesundheit, der jährlich am 25. September begangen wird, ist ein schöner Anlass, das eigene Ernährungsverhalten wieder einmal zu überdenken und mit guten Vorsätzen etwas für das eigene Wohlbefinden und die (Zahn)-Gesundheit zu tun.

"Ist Zucker der neue Tabak?"

 

Diese Frage wurde kürzlich in einer zahnmedizinischen Fachzeitschrift aufgeworfen. Darüber lohnt es sich, nicht nur, aber auch anlässlich des Tages der Zahngesundheit, einmal genauer nachzudenken.

 

Fakt ist, der Zuckerverbrauch der Bevölkerung steigt von Jahr zu Jahr. In Europa lag er 2017 nach Angaben des Statistikportals statista bei 37 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Die WHO empfiehlt dagegen, nur maximal zehn Prozent des täglichen Energiebedarfs durch Zucker zu decken.

 

Wo liegen die Ursachen für diesen hohen Zuckerverbrauch?

 

Viele industriell verarbeitete Lebensmittel sind mehr oder weniger stark gesüßt, teils aus geschmacklichen Gründen, teils auf Grund der konservierenden Eigenschaften des Zuckers. Außerdem ist Zucker preisgünstig und wird von den Herstellern bewusst billig gehalten. Das erklärt u. a. auch, dass Zucker vor allem in Familien mit niedrigem Einkommen übermäßig konsumiert wird.

 

So erfolgt bereits in jungen Jahren eine Prägung des Geschmackssinnes in Richtung "süß". Viele Nahrungsmittel, die als gesunder Snack für Kinder beworben werden, enthalten teilweise hohe Zuckermengen, eine Milchschnitte z. B. drei Stück Würfelzucker oder eine Sechserpackung Fruchtzwerge 13 Stück. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen tragen besonders gesüßte Erfrischungsgetränke zur hohen Zuckeraufnahme bei.

 

Das bleibt nicht ohne gesundheitliche Folgen. Es steigt das Risiko für Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Schlaganfall, Übergewicht und Adipositas. Für das Entstehen von Karies stellt Zucker ebenfalls einen wichtigen Risikofaktor dar. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen einen engen Zusammenhang zwischen der Menge des täglich konsumierten Zuckers und dem Zuwachs an kariösen Zähnen.

 

Sowohl aus zahnmedizinischer als auch allgemeinärztlicher Sicht ist es wichtig, die täglich aufgenommene Zuckermenge zu begrenzen. Doch wie kann das gelingen?

 

Zum einen ist das Verhalten des Einzelnen von großer Bedeutung. Jeder sollte sich immer wieder bewusst machen, in welchen Lebensmitteln wieviel Zucker steckt. Dabei ist auch auf versteckte Zucker, z. B. in verarbeiteten Lebensmitteln oder Milchprodukten zu achten. Schaut man auf die Zutatenliste, so hat Zucker die verschiedensten Namen, etwa Maltose, Saccharose, Glukosesirup, Malzextrakt. Nur wenn man sich diese Tatsachen vor Augen hält, kann man eine bewusste Entscheidung treffen und nach Alternativen mit geringerem Zuckergehalt suchen.

 

Zum anderen fordern Ärzte und Zahnärzte seit Langem klare gesetzgeberische Regelungen von der Politik ein. Eine deutliche Kennzeichnung von Lebensmitteln mit hohem Zuckergehalt, ein Werbeverbot für vermeintlich "gesunde" Kindernahrung, die aber tatsächlich reichlich Zucker enthält, bis hin zu einem Preisaufschlag auf stark zuckerhaltige Produkte, bieten den Menschen Anreize, sich gesundheitsbewusst zu ernähren.

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