Am 27. Juni 2026 fand auf dem Gelände der Regionalverkehr Westsachsen GmbH in Glauchau die erste von insgesamt sechs Ausbildungsveranstaltungen zur Hochvolttechnik an Elektro-Bussen statt.
Die Schulung richtet sich an die 33 Gemeindefeuerwehren im Landkreis. Jede Feuerwehr kann zwei Multiplikatoren entsenden, sodass bis Ende September insgesamt 66 Einsatzkräfte geschult werden. Ziel ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern grundlegende Kenntnisse über Hochvoltsysteme zu vermitteln und sie für mögliche Einsatzsituationen mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen zu sensibilisieren.
Die Kameradinnen und Kameraden erhalten eine Unterweisung nach dem Standard "S1 Fachkundig unterwiesene Person Hochvolt", ergänzt um die für Feuerwehren besonders relevanten Inhalte. Im Mittelpunkt stehen die sichere Einschätzung von Gefahrenlagen, das richtige Vorgehen bei Verkehrsunfällen sowie die Besonderheiten von Elektrofahrzeugen bei technischen Hilfeleistungen.
Die Schulung soll dabei ausdrücklich keine zusätzlichen Risiken durch Elektro-Busse suggerieren. Elektro-Busse geraten nicht häufiger in Brand als Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb. Vielmehr geht es darum, den Einsatzkräften das notwendige Fachwissen zu vermitteln, um auch bei neuen Fahrzeugtechnologien sicher und professionell handeln zu können.
Die Schulungsreihe ist eine direkte Folge der fortschreitenden Elektrifizierung des ÖPNV im Landkreis Zwickau. Mit den neuen Elektro-Bussen wird ein wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilität geleistet. Gleichzeitig werden die Gefahrenabwehrkräfte frühzeitig auf die technischen Veränderungen vorbereitet.
"Die Mobilitätswende betrifft nicht nur Verkehrsunternehmen, sondern auch die Einsatzkräfte, die im Ernstfall schnell und sicher handeln müssen. Mit dieser Schulungsreihe schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass unsere Feuerwehren auch bei neuen Antriebstechnologien bestens vorbereitet sind", so Kreisbrandmeister Alexander Löchel.
Die weiteren Schulungstermine finden bis Mitte September 2026 statt. Durch das Multiplikatorenprinzip wird das erworbene Wissen anschließend in die einzelnen Feuerwehren des Landkreises getragen und dort weitergegeben.
Foto: Regionalverkehr Westsachsen GmbH
