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Weltkugel mit Händen

18. Dezember 2025 Landkreis Zwickau

Der Landkreis Zwickau hat bereits im Zuge des Klimaschutzkonzeptes 2021 eine Energie- und Treibhausgas-Erstbilanz der Jahre 2014 bis 2018 erstellt. Diese wurde in diesem Jahr auf die Jahre 2019 bis 2022 fortgeschrieben.

Mit der Bilanzierung aus dem Jahr 2021 fand der sogenannte BISKO-Standard, die Bilanzierungs-Systematik Kommunal, Verwendung. Dieser wurde unter Federführung des IFEU-Instituts Heidelberg entwickelt und stellt den deutschlandweiten Standard für Bilanzierungen von Energie und Treibhausgasen (THG) dar. Dabei handelt sich um eine territoriale Endenergiebilanz, also einer Erfassung aller Endenergieverbräuche innerhalb der Grenzen des Landkreises, die bestmöglich einzelnen Verbrauchssektoren zugeordnet wird. Entsprechend dem zugrundeliegenden Energieträger werden die zugehörigen Emissionen berechnet, wobei die gesamte Vorkette Beachtung findet und somit auch erneuerbaren Energieträgern gewisse, wenngleich geringe, Emissionen zugeordnet werden. Betrachtet wird dabei nicht nur CO2, sondern die Gesamtheit der klimaschädlichen Gase in der Form von CO2-Äquivalenten. 

Gesamtergebnis: 

Der Gesamtendenergieverbrauch des Landkreises Zwickaus betrug im aktuellen Bilanzjahr 2022 etwa 6,7 Mio. MWh. Daraus hervor geht ein Gesamtausstoß an THG-Emissionen von 2,2 Mio. Tonnen CO2-eq. Im Vergleich zum Beginn des Bilanzzeitraumes 2014 fiel dieser Wert um knapp 12 Prozent geringer aus. 

Mit einem Anteil von 52 Prozent dominierte die Wärme den Endenergieverbrauch des Jahres 2022, während Strom (17 Prozent) und Kraftstoffe (31 Prozent) entsprechend geringere Anteile aufwiesen.

Zwischen den Jahren 2014 und 2017 war ein kontinuierlicher Anstieg des Energieverbrauchs zu beobachten. Ab dem Jahr 2018 setzte jedoch ein Rückgang ein. Im ersten Corona-Jahr 2020 erreichte der Verbrauch seinen bis dahin niedrigsten Stand und fiel im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent. Nach einem moderaten Anstieg im Jahr 2021 folgte 2022 erneut eine deutliche Reduktion um 7 Prozent. Diese Entwicklung war insbesondere auf Veränderungen im Wärmeverbrauch zurückführen.

Die spezifischen THG-Emissionen des Landkreises Zwickaus wurden innerhalb des Bilanzzeitraumes von 2014 bis 2022 und andererseits der deutschlandweiten Vergleichswerte innerhalb der Methodik des BISKO-Standards dargestellt. Die Vergleichswerte stellte die Bilanzierungssoftware Klima-schutz-Planer bereit.

Für den Landkreis Zwickau zeigte sich im betrachteten Zeitraum von 2019 zu 2022 eine Reduktion der spezifischen Emissionen um 0,5 Tonnen CO₂-Äquivalente pro Einwohner und Jahr (tCO₂-eq/EW), was einer Minderung von etwa 8 Prozent entspricht.

Die Zuwendung wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes zur Verfügung gestellt.

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