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Bild zum Thema Impfung mit Spritze

06. Januar 2020

Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, sondern eine hochansteckende Viruserkrankung, die mit schweren Komplikationen verlaufen kann. Da auch in Deutschland immer wieder Masernausbrüche auftreten, hat der Deutsche Bundestag im November 2019 das Masernschutzgesetz verabschiedet.

Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, sondern eine hochansteckende Viruserkrankung, die mit schweren Komplikationen wie Lungenentzündung und Hirnentzündung verlaufen kann.

 

Es ist möglich, dass auch einige Jahre nach einer durchgemachten Maserninfektion eine nicht heilbare Hirnerkrankung (Subakute Sklerosierende Pan-Enzephalitis) ausbricht. Sie führt zu Pflegebedürftigkeit des Betroffenen und zum Tod.

 

Auch in Deutschland treten immer wieder Masernausbrüche auf, da die Durchimpfungsrate der Bevölkerung nicht die benötigten 95 Prozent beträgt.

 

Deshalb verabschiedete der Deutsche Bundestag am 14. November 2019 das Masernschutzgesetz.

 

Entsprechend dieses Gesetzes müssen ab 1. März 2020 alle Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertageseinrichtungen, Schulen, Kinderhorten, Kindertagespflege und Heimen betreut werden oder in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern tätig sind und nach dem 31. Dezember 1970 geboren wurden, einen vollständigen Impfschutz gegen Masern oder eine Immunität gegenüber Masern nachweisen. (siehe Tabelle)

 

Ohne vollständigen Impfschutz darf keine Neuaufnahme in eine Kindertageseinrichtung oder bei einer Tagesmutter erfolgen!

 

Entsprechend der Ständigen Impfkommission besteht ein ausreichender Impfschutz, wenn ab der Vollendung des ersten Lebensjahres mindestens eine Schutzimpfung und ab der Vollendung des zweiten Lebensjahres mindestens zwei Schutzimpfungen gegen Masern durchgeführt wurden. Erwachsene ohne diese Nachweise benötigen ebenfalls zwei Masernimpfungen.

  • Eine Kontrolle des Masernimpfschutzes, also ein Blick in den Impfausweis, wird dringend angeraten!

Impfungen erfolgen beim Kinder- oder Hausarzt.

 

Im Gesundheitsamt findet derzeit keine Impfsprechstunde statt. 

 

 

Nachweispflicht über einen Masernschutz
Einrichtung Adressierte Personengruppen Nachweis über

Medizinische Einrichtungen gemäß § 23 Absatz 3 Satz 1 IfSG

- Personen, die nach (31.12.)1970 geboren sind und in diesen medizinischen Einrichtungen tätig sind zwei Impfungen oder eine ausreichende Immunität gegen Masern
Gemeinschaftseinrichtungen gemäß § 33 IfSG (Kindertageseinrichtungen und Schulen)

- Kinder, die in einer Gemeinschaftseinichtung oder in der erlaubnispflichtigen Kindertagespflege betreut werden

- Personen, die nach (31.12.)1970 geboren sind und in Gemeinschaftseinrichtungen oder in der Kindertagespflege tätig sind

ab der Vollendung des ersten Lebensjahres mindestens eine Impfung

ab der Vollendung des zweiten Lebensjahres mindestens zwei Impfungen oder eine ausreichende Immunität gegen Masern

Gemeinschaftsunterkünfte gemäß § 36 Absatz 1 Nr. 4 IfSG

und

Heime gemäß § 33 Nr. 4 IfSG

. Personen, die nach (31.12.)1970 geboren sind und in Gemeinschaftsunterkünften für Asylsuchende und Flüchtlinge bereits vier Wochen untergebracht oder die dort tätig sind

- Kinder, die in Heimen bereits vier Wochen betreut werden

ab der Vollendung des ersten Lebensjahres mindestens eine Impfung

ab der Vollendung des zweiten Lebensjahres mindestens zwei Impfungen oder eine ausreichende Immunität gegen Masern

 

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